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Vandalen schlagen in Frick zu – Videoüberwachung wirkt in Stein präventiv

Unbekannte haben am Wochenende die Storen des Schulhauses demoliert. Der Schaden geht in die Tausende.

Unbekannte haben am Wochenende die Storen des Schulhauses demoliert. Der Schaden geht in die Tausende.

Beschmierte Wände, verwüstete Gärten, gesprengte Briefkästen: Die Zerstörungswut von Vandalen kennt keine Grenzen. In Frick haben sie am Wochenende zugeschlagen. An den meisten anderen «Hotspots» im Fricktal ist es derzeit eher ruhig.

Am vergangenen Wochenende haben Unbekannte beim Schulzentrum Ebnet in Frick Storen demoliert. «Wieder einmal», erklärt Gemeindeschreiber Heinz Schmid. Vor rund einem Jahr sei Ähnliches vorgefallen. Zwar hat die Gemeinde Frick kein akutes Problem mit Vandalismus, doch es hat sich gezeigt, dass an besagtem Ort bevorzugt gewütet wird.

Brennpunkt Schulen

«Da sich diese Schulanlage an exponierter Lage ausserhalb des Siedlungsgebiets befindet, ist das Gebäude an der Schulstrasse ein beliebtes Ziel», führt er weiter aus. An diesem «Hotspot» kann man von Nachbarn unbemerkt relativ ungestört ans Werk gehen und im Schutze der Dunkelheit auf dem Nachhauseweg wüten, erklärt Heinz Schmid.

Zwar schaut die Polizei auf Streife regelmässig an diesem Brennpunkt nach dem Rechten, «aber dass man die Täterschaft in flagranti erwischt, kommt halt leider nur selten vor», führt der Gemeindeschreiber aus. Der Sachschaden ist noch nicht definitiv beziffert, dürfte sich aber auf mehrere tausend Franken belaufen.

Jetzt wird die Kamera auf dem Schulareal wieder zum Thema. «Wir sind zurzeit daran, mit einem neuen Reglement die Rechtsgrundlage für die Videoüberwachung zu schaffen», erklärt Heinz Schmid und fügt hinzu: «Ob dann letztendlich überhaupt Geräte installiert werden, ist noch offen.»

Dass diese präventive Massnahme wirkt, zeigt sich am Beispiel der Gemeinde Stein. Hier ist seit geraumer Zeit nichts Nennenswertes vorgefallen. «Das hat sicher damit zu tun, dass wir abschreckend tätig sind», erklärt Gemeindeschreiber Sascha Roth. An den neuralgischen Punkten wie der Bahnhofunterführung oder der Schule wird das Areal videoüberwacht.

Roth ist vom Erfolg dieser Massnahme überzeugt und erklärt: «Seither ist so gut wie nichts mehr passiert.» Auch in Laufenburg kommen Kameras an «Hotspots» wie der Schule gezielt zum Einsatz. «Aber den ganzen öffentlichen Raum kann man nie überwachen. Das wäre auch nicht sinnvoll», führt Stadtschreiber Walter Marbot aus. Mit Sachbeschädigungen hat die Stadt aktuell wenig Probleme.

Angesprochen auf den Vandalismus, erklärt Werner Bertschi, Chef der Regionalpolizei Oberes Fricktal: «Erfahrungsgemäss beruhigt sich diesbezüglich die Situation um diese Jahreszeit.» Der neuerliche Vorfall in Frick sei zurzeit zwar ein Einzelfall, Schulanlagen stehen aber immer im Fokus, wenn es um Sachbeschädigung geht. «Darum führen wir regelmässig in den verschiedenen Gemeinden vor Ort Kontrollen durch und markieren Präsenz», erklärt Bertschi.

Auf frischer Tat ertappt werden aber nicht viele. «Die effektive Aufklärungsrate ist bei solchen Delikten bescheiden. Das liegt in der Natur der Sache», führt Werner Bertschi weiter aus.

Davon kann Peter Meyer, Sektionsleiter Aussendienste und Werke in Möhlin, ein Lied singen. Oft habe man es mit Sprayattacken am Bahnhof oder auf Gebäude zu tun, doch praktisch keines der «Tags» kann je einem Täter nachgewiesen werden, obwohl die Securitas durchs Dorf patrouilliert. Die Schmierfinken können zu schnell Reissaus nehmen. Da bleiben nur die aufwendige Entfernungsarbeit und die ernüchternde Erkenntnis, dass «in Möhlin Vandalismus ein Dauerthema ist».

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