Laufenburg
Vandalen hinterlassen Spuren der Zerstörung in der Stadt

Immer wieder sind es Nachtbuben, die in Laufenburg Spuren der Zerstörung hinterlassen. Die Vandalen verursachen zum Teil massive Sachbeschädigungen.

Walter Christen
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Ein demoliertes Zweirad hängt seit geraumer Zeit im Veloständer beim Bahnhof in Laufenburg. – Foto: chr

Ein demoliertes Zweirad hängt seit geraumer Zeit im Veloständer beim Bahnhof in Laufenburg. – Foto: chr

Kaum war vor ein paar Jahren der Schlossberg in Laufenburg für die Allgemeinheit zugänglich, machten sich Unbekannte am Fahnenmast auf dem Turm zu schaffen und beschädigten die Vorrichtung zum Aufziehen der Fahne.

Auch die Toilettenanlage beim Bahnhof wurde schon arg verwüstet, ganz abgesehen von anderen Infrastruktureinrichtungen in der Stadt. Das Demolieren öffentlichen und privaten Eigentums sei mittlerweile in Laufenburg schon bald an der Tagesordnung, war von einem Altstadtbewohner zu erfahren, der sich über die andauernden Sachbeschädigungen ärgert.

Über Pfingsten 8500 Franken Sachschaden

Was alleine über Pfingsten an materiellem Schaden durch Vandalen angerichtet wurde, erreichte eine Schadensumme von rund 8500 Franken: Neue Sitzbänke wurden beschädigt, Scheiben im Schulhaus Burgmatt mit Steinen eingeschlagen, am Basketballkorb das Netz zerschnitten, Pflanzen in Rabatten ausgerissen, an einem Schaukasten wiederholt die Scheibe zerschlagen und der frisch gestrichene Geräteraum auf dem Schulhausplatz verschmiert.

Die Gemeinde reichte bei der Polizei Strafanzeige ein und bat die Bevölkerung um vermehrte Aufmerksamkeit. «Bis zum heutigen Zeitpunkt konnte die Täterschaft nicht ausfindig gemacht werden», war von Stadtschreiber Walter Marbot zu erfahren.

«Es sind Nachtbuben am Werk. Diese zu erwischen, ist sehr schwierig. Es müssten schon Nachtpatrouillen im ganzen Stadtgebiet eingesetzt werden, damit mal jemand auf frischer Tat ertappt werden kann», meint der Stadtschreiber.

Und das Anbringen von Kameras zur Überwachung gewisser Plätze ist seiner Ansicht nach nicht einfach, weil die Auflagen bezüglich des Datenschutzes sehr restriktiv seien.

So hoffen denn viele Laufenburgerinnen und Laufenburger, dass ihnen der Zufall zu Hilfe kommt und wirklich einmal Nachtbuben in flagranti erwischt werden.

Aber weiterhin bleiben die Vandalen unerkannt, wie etwa jene, die über das vergangene Wochenende beim Kleinkaliber-Schützenhaus im Blauen eine unbeschreibliche Unordnung hinterlassen haben.

Oder gehen vielleicht doch einmal Übeltäter ins Netz, die es nicht lassen können, Velos zu beschädigen, die im Freien abgestellt sind? So hängt zum Beispiel seit geraumer Zeit ein demoliertes Zweirad im Veloständer beim Bahnhofkiosk – mit zerstörtem Hinterrad.

Der Besitzer hat am Rahmen einen Aufruf befestigt, auf dem er eine «Belohnung für Hinweise auf die Täterschaft» in Aussicht stellt, «wenn es für eine Anzeige reicht».