Fricktal

Unverständnis über Aarau: Offener Brief der Bezirks-Parteien von Laufenburg

Mit der Abschaffung der Subvention für die TNW-Abonnemente will der Aargauer Regierungsrat jährlich 900000 Franken sparen.

Mit der Abschaffung der Subvention für die TNW-Abonnemente will der Aargauer Regierungsrat jährlich 900000 Franken sparen.

Der drohende Grundbuchamtverlust und die geplante Streichung der Subvention für die Abos des Tarifverbundes Nordwestschweiz bewegen im Fricktal die Gemüter. Nun melden sich die Bezirksparteien des Bezirks Laufenburg in einem offenen Brief zu Wort.

Der Tarifverbund Nordwestschweiz bewegen die Gemüter weiter. Nun melden sich die Bezirksparteien des Bezirks Laufenburg mit einem offenen Brief zu Wort. Die Gemeindeammänner der Bezirke Laufenburg und Rheinfelden und der Stadtrat Laufenburg kämpfen mit einem Brief für ein Fricktaler Grundbuchamt. Die Fricktaler Grossräte weibeln in ihren Fraktionen.

Und nun melden sich auch die Bezirksparteipräsidenten von CVP, SVP, EVP, FDP, SP und Grünen des Bezirks Laufenburg zu Wort. In einem offenen Brief äussern sich zum bevorstehenden Grundbuchamtsentscheid und zur geplanten Streichung der Sanktionen für Abonnemente des Tarifverbunds Nordwestschweiz (TNW). Die Parteien hätten mit Bedauern von den Mitteilungen aus Aarau Kenntnis genommen, schreiben sie.

Unverständnis und Hoffnung

Zum Grundbuchamtsentscheid heisst es im offenen Brief: Alle Bezirksparteien verstehen den Kommissionsentscheid nicht und hoffen, der regierungsrätliche Vorschlag wird vom Rat doch angenommen.» Der Regierungsrat schlägt nämlich künftig vier Grundbuchämter im Kanton vor – darunter auch Laufenburg. Schade sei aber auch, dass mit den Behörden vor Ort keine Gespräche geführt wurden und doch behauptet wird, dass die Situation der Büroräumlichkeiten an den jeweiligen Standorten ausschlaggebend für den Entscheid der Kommission war. Die Präsidenten betonen weiter, die Abstimmung unter den Regionen müsse berücksichtigt werden.

Kopierwürdiges Erfolgsmodell

Auch zum Thema Tarifverbund äussern sich die Bezirksparteipräsidenten deutlich. «Der TNW ist ein Erfolgsmodell sondergleichen und sollte schon oft kopiert werden. Es kann ja nicht sein, dass man nun einen Rückschritt macht und Leute aufs Auto umsteigen und die Jungen (Schüler, Lehrlinge und junge Erwerbstätige) höhere Abo-Kosten zahlen sollen», heisst es im Schreiben.

Und weiter: «Es ist auch nicht so, dass der Kanton keine anderen Projekte mitfinanziert, allein für die geplante Limmattalbahn sind Kosten von 178 Millionen Franken vorgesehen.» Andere regionale Bahnen profitierten ebenfalls von kantonalen Geldern. Die Parteien hoffen deshalb , dass die Sparpläne bezüglich TNW zum Scheitern verurteilt sind.

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