Bei der Stadtmusik Laufenburg ist man ganz offensichtlich der Bedeutung der Nachwuchspflege bewusst. Zum diesjährigen Jahreskonzert lud man deshalb die Jugendmusik Region Laufenburg als Gast ein. Die Jugendlichen waren freilich nicht nur Pausenfüller, durften sie doch einerseits den Konzertabend unter der Leitung von Reto Weiss eröffnen und andererseits im Mittelteil des Abends zusammen mit der Stadtmusik auftreten. Es war eine Freude, den siebzehn Buben und Mädchen zuzuschauen und zuzuhören, mit welchem Eifer diese bei der Sache waren.

Mit «Orion» hatte die Stadtmusik zur Eröffnung ein Stück gewählt, das mit einem sanften Auftakt, untermalt von gleichmässigen Rhythmen, begann und langsam zu einem Forte hinführte. Man bekam so den Eindruck, als wollte man damit das Publikum auf diese einfühlsame Art zu einem genussvollen Konzertabend hinführen. Beeindruckend die gekonnten Wechsel zwischen den Forte- und Pianostellen, was nicht zuletzt auch den einzelnen Registern gleich zu Konzertbeginn zahlreiche Möglichkeiten bot, ihr Können zu zeigen.

Hohe Anforderungen

Gleich mit der zweiten Darbietung wurde ein erster grosser Höhepunkt des Abends erreicht. Mit «Orient Express» präsentierten die Musikantinnen und Musikanten ihr Wahlstück für den kommenden Musiktag in Lengnau. Nach einem wuchtigen Auftakt erfolgte der originell dargestellte Start des «Orient-Express». Mit den zahlreichen Tempowechseln und den teils recht ungewohnten Harmonien, stellt der «Orient-Express» hohe Anforderungen. Die Stadtmusik brillierte mit einer guten Präsenz. Die hervorragende Interpretation ist zweifellos ein Verdienst des erfahrenen Dirigenten Martin Burgunder, der übrigens das Ensemble während des ganzen Abends sicher und bestimmt über die zahlreichen musikalischen Klippen führte.

Den zweiten Teil des Konzertabends eröffnete die Stadtmusik gemeinsam mit dem Jugendspiel. Über die Register verstreut sah man die jungen Musikanten neben ihren grossen Vorbildern sitzend, stolz darauf, mit diesen gemeinsam auftreten zu dürfen. Mit je zwei Medleys mit Liedern der Sängerinnen Adele Atkins und Christine Aguilera sowie dem bekannten «La Bamba» begeisterte man das Publikum. «La Bamba», übrigens mit einem wunderschönen Flötensolo versehen, dürfte wohl am ehesten dem Können der Jungen angemessen gewesen sein.

Brillantes Trompetenregister

Höhepunkt des zweiten Teils war das weltbekannte Solo des Trompetenregisters in «Bugler’s Holiday». Ganz einfach grossartig, was die sechs Trompeter hier boten. Die Präzision und Reinheit, im sehr schnell gespielten Stück, liess keinerlei Wünsche offen. Mit dem bekannten «Marsch des Inf Rgt 13» von Stephan Jaeggi gab es dann zum Abschluss noch einen richtigen Marsch zu hören. Selbstverständlich folgte noch die obligatorische Zugabe und gemeinsam mit dem Jugendspiel ertönte nochmals das «La Bamba». Rolf Eicher führte locker, unauffällig und sich auf das Nötige beschränkend durch den Abend.