Frick
Unterschriftensammlung für Gemeindehaus-Referendum läuft

Letzte Woche wurden auf der Gemeindekanzlei Frick Unterschriftenbögen abgeholt, um den Neubau des Gemeindehauses an die Urne zu bringen. Bereits haben 130 Personen unterschrieben.

Marc Fischer
Merken
Drucken
Teilen
Der genaue Fahrplan wird noch erarbeitet, doch schon Ende 2015 könnte das neue Fricker Gemeindehaus stehen.

Der genaue Fahrplan wird noch erarbeitet, doch schon Ende 2015 könnte das neue Fricker Gemeindehaus stehen.

Visualisierung/Archiv

An der Gemeindeversammlung vom 7. Juni sagten die Fricker Stimmberechtigten Ja zu einem Kredit in der Höhe von rund 12 Millionen Franken für den Neubau eines Gemeindehauses und den Umbau der beiden alten Gemeindehäuser. Im Vorfeld oder an der Versammlung hatten sich SVP, CVP und FDP für den Neubau und die Sanierung ausgesprochen, auch wenn CVP und FDP «Bauchweh» bezüglich der Kosten äusserten.

Überhaupt verlief die Diskussion an der Gemeindeversammlung engagiert, mehrere Votanten drückten ihre Sorgen bezüglich der hohen Kosten aus. Der Grundtenor allerdings war positiv, was sich letztlich auch in der Abstimmung widerspiegelte. Von den 180 Anwesenden stimmten 98 dem Verpflichtungskredit von rund 12 Millionen Franken zu, 60 sprachen sich dagegen aus.

Da das Quorum deutlich nicht erreicht wurde, untersteht der Beschluss der Gemeindeversammlung dem fakultativen Referendum. Und von dieser Möglichkeit wird nun tatsächlich Gebrauch gemacht. Franz Wülser, Gemeindeschreiber II von Frick erklärte auf Anfrage der Aargauer Zeitung, dass letzte Woche Unterschriftenbögen abgeholt worden seien. Ein Mitglied der Referendumsgruppe, das namentlich nicht genannt werden möchte, bestätigte, dass «eine Gruppe von mehreren Leuten» seit wenigen Tagen am Sammeln von Unterschriften sei. Bereits habe das Referendumsbegehren mehr als 130 Mitunterzeichner gefunden. Als Grund für das Begehren nannte das Mitglied der Gruppe: «Wir möchten, dass die Fricker an der Urne über den Kredit abstimmen können, damit der Entscheid breiter abgestützt ist.» Weitere Ausführungen waren am Dienstag nicht erhältlich.

Gemäss Franz Wülser hat die Gruppe bis zum 15. Juli Zeit genügend Unterschriften zu sammeln. Dann läuft die Referendumsfrist ab. Damit es zur Urnenabstimmung kommt, müssen 10 Prozent der 3120 Stimmberechtigten das Begehren unterschreiben.