Wallbach
Unterschriften für das Referendum werden am Dienstag eingereicht

Das Referendumskomitee für die Umzonung des Industrie-Areals der Novoplast AG in Wallbach meldet einen Erfolg. Die Unterschriften werden am Dienstag, dem 14. Mai, eingereicht.

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Die Umzonung des Industrie-Areals der Novoplast AG in Wallbach soll an der Urne entschieden werden. chr

Die Umzonung des Industrie-Areals der Novoplast AG in Wallbach soll an der Urne entschieden werden. chr

Nach dem knappen, negativ gefassten Beschluss an der Wallbacher Gemeindeversammlung vom 12. April bezüglich der Umzonung des Novoplast-Areals hat sich ein Referendumskomitee gebildet, dem Befürworter aus der Bevölkerung und Vertreter der Novoplast AG angehören. Es werden Unterschriften gesammelt, damit über das Vorhaben an der Urne abgestimmt werden kann (die Aargauer Zeitung berichtete darüber).

«Am Dienstag, dem 14. Mai, wird die offizielle Einreichung des Referendums im Gemeindehaus Wallbach mit der Übergabe der Unterschriften an den Gemeinderat stattfinden. Die Übergabe erfolgt durch Vertreter des Referendumskomitees und der Novoplast AG», meldete Novoplast-CEO Roland Kaufmann der Aargauer Zeitung.

Referendum – eine Zwängerei?

«Gerademal 52 Prozent der an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 12. April beteiligten Wallbacherinnen und Wallbacher haben die Umzonung des Novoplast-Areals abgelehnt.

72 Prozent der Stimmberechtigten blieben der Abstimmung beziehungsweise der Versammlung gänzlich fern und haben ihr Votum somit noch gar nicht abgegeben. Dennoch wurde unser Entscheid, das Referendum zu ergreifen, mitunter als «reine Zwängerei» bezeichnet», hielt Beat Fischler, Präsident des Referendumskomitees, fest.

Er fragt sich, ob es Zwängerei sei, wenn man als Schweizer Bürger seine direkt-demokratischen Rechte wahrnehme, auf die man stolz sein könne: «Ist es Zwängerei, wenn man mittels Urnenabstimmung einen klaren und möglichst breit abgestützten Entscheid herbeiführen will?»

Präsident Fischler hielt dazu weiter fest: «Unser Komitee hat sich für das Referendum entschieden, weil im Dorf eine breite Unterstützung für das Projekt zu spüren ist und weil immer mehr Wallbacherinnen und Wallbacher die Chancen des Konzepts und die Nachteile eines Status quo mit Industriezone erkennen.

Wir ergreifen das Referendum aber auch, weil selbst im Rahmen der Gemeindeversammlung jemand den Anwesenden verzerrte Fakten servierte, wie Nachfragen beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt ergaben.»

Beat Fischler, erinnert daran, dass nun alle Wallbacher Stimmberechtigten Gelegenheit haben, sich im Vorfeld der Urnenabstimmung vom 30. Juni nochmals anhand klarer Fakten mit dem Projekt auseinanderzusetzen. «Das Referendumskomitee will offen, fair und ehrlich kommunizieren. Dasselbe erhoffen wir uns künftig auch von der Gegnerschaft», so der Präsident. (chr)

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