Frick
Unterhaltsamer Einblick in 150 Jahre Bezirksschule

150 Jahre Bezirksschule, komprimiert auf vier Stunden: Die Besucher erhielten am Tag der offenen Tür auf dem Oberstufenareal Frick einen Einblick, wie sich die Schule in den letzten anderthalb Jahrhunderten verändert hat.

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Einer der Höhepunkte: Das Drei-Generationen-Gespräch zwischen Isidor Bürgi sen. (Mitte), seinem Sohn Isidor und Enkel Andi Bürgi (r.). zvg

Einer der Höhepunkte: Das Drei-Generationen-Gespräch zwischen Isidor Bürgi sen. (Mitte), seinem Sohn Isidor und Enkel Andi Bürgi (r.). zvg

Den direktesten Vergleich zwischen «gestern und heute» und gleichzeitig einen der Höhepunkte konnte erleben, wer am Eröffnungsakt in der Sporthalle zugegen war. Die in Frick bekannten Tierärzte Isidor Bürgi sen., Isidor Bürgi und Andi Bürgi erzählten in einem witzigen und unterhaltsamen Gespräch Anekdoten und Pointen aus ihrer Schulzeit.

Im gemeinsamen Interview durch zwei aktuell an der Bez zur Schule gehenden Schülerinnen zeigten die Herren aus drei Generationen erstaunliche Unterschiede zu heute auf, und sie taten es auf sehr amüsante Weise, provozierten so manche Lacher in der gut besetzten Sporthalle.

Umrahmt wurde das Gespräch durch den Chor der Oberstufe mit drei Liedern und Turnunterricht vom Stechschritt und à la Vater Jahn bis zu einer modernen Sportlektion mit lebendigem, vielfältigem und akrobatischem Unterricht.

Mit Federkiel und Tinte

In den halbstündigen Programmblöcken, die der Eröffnung folgten, wählten die Besucher selbst aus, ob sie zum Beispiel mit Federkiel und Tinte in alter Schrift Texte kreieren, an Computern Interviews von ehemaligen Fricker Bezlern zuhören oder alte Lieder singen wollten. Eine Ecke des Bez-Schulhauses war dem Kadettenunterricht bis 1974 gewidmet, und in der «Kochschule», die heute Hauswirtschaftszimmer heisst, lagen Schulchroniken und von damaligen Schülerinnen geschriebene Kochschul-Ordner auf.

Wer gerne weiteren Ehemaligen zuhören wollte, kam nochmals auf seine Rechnung. Heinz Picard, der nicht nur an der Bez Frick zur Schule ging, sondern hier auch bis zu seiner Pensionierung unterrichtete, schwelgte einerseits in alten Zeiten und liess seine Zuhörer mit der Beschreibung eines Dorforiginals an seinen Erinnerungen teilhaben. Andererseits fanden die Heranwachsenden von heute dank eines Zitats aus der NZZ und einem Gedicht über eine anstehende Autofahrt mit seinem Enkel Eingang in Picards Lesung: Anschnallen bitte!

Die aus der jüngeren Generation stammende Luzia Wunderlin-Rüetschi eröffnete die Lesung mit kürzlich geschriebenen Gedanken zu ihren eigenen Jugendjahren, leitete über zu positiven Begegnungen mit Jugendlichen im Musikschullager und gewährte mittels Brief, Gedichten und Bildern Einblicke in Sandbraunes, Tulpengrünes und Lippenrotes.

Try Again im Pausenhof

Fürs musikalische Gehör spielte die Band Try Again im Pausenhof vor dem Gebäude auf, und so mancher Zuhörer genoss zur Musik irgendetwas Köstliches von den vielen Verpflegungsständen, welche die gegenwärtigen Schülerinnen und Schüler betreuten. Sie sind es auch, welche im Schulunterricht zusammen mit den Lehrpersonen die 25-minütigen Lektionen und die verschiedenen Darbietungen vorbereitet haben. Dadurch haben sich die Jugendlichen von heute mit den Begebenheiten von damals auseinandergesetzt.

Mit diesem sehr gelungenen Tag ging das Jubiläumsjahr zum 150-jährigen Bestehen der Bezirksschule Frick in einem würdigen Rahmen zu Ende. (AZ)

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