In der Welt des Circus Nock läuft es seit gut zwei Monaten wieder rund. Die Artistinnen und Artisten sind in der 157. Saison des Fricker Zirkus unter dem Motto «The World of Circus Nock» unterwegs. Am Montag haben sie nach Stationen unter anderem in Aarau, Genf und zuletzt Yverdon in der Hauptstadt ihr Zelt aufgeschlagen. Auf der Berner Allmend gastiert der Zirkus bis zum 31. Mai.

Die az erwischt Direktorin Alexandra Nock am Montagnachmittag am Telefon. Bern ist die 16. Station; knapp ein Drittel der Saison ist vorbei. «Die Zeit läuft wahnsinnig schnell», sagt Nock und lacht.

Eine spektakuläre Show bietet die Gruppe «Troupe Zola» aus der Mongolei.

Eine spektakuläre Show bietet die Gruppe «Troupe Zola» aus der Mongolei.

Matute sorgt für Lacher

Überhaupt ist sie zufrieden mit dem Start in die Saison. «Das Programm hat sich ab der ersten Show als wirklich stark erwiesen», so Nock. Die Stimmung im Zelt und das Feedback des Publikums würden dies bestätigen. Gerade Clown Matute habe bei den bisherigen Stationen viel Lob eingeheimst. Bei Clowns sei es ja immer so eine Sache – «entweder, er trifft den Geschmack des Publikums oder eben nicht», sagt Nock. «Matute aber kommt gut an.»

Der Clown ist eine von insgesamt fünf Nummern aus dem Ausland. Er stammt aus Chile, besuchte eine Schauspielschule, studierte Theater und startete mit 19 seine berufliche Laufbahn. «Matute hat das Potenzial, einer der ganz Grossen zu werden», sagt Nock. Der Chilene gewann bereits unzählige Preise, unter anderem den begehrten Preis «Etoile d’Or» am Europäischen Circus Festival in Belgien.

Ebenfalls zu den Highlights gehöre die «Troupe Zola», eine Akrobatik-Gruppe aus der Mongolei. «Sie zeigen Nummern, in denen ein Artist einzig mit der Kraft der Arme seiner Partner meterhoch durch die Luft geschleudert wird», schwärmt Nock.

Mehr Publikum gewünscht

Einziger, kleiner Wermutstropfen ist bis jetzt der Zuschaueraufmarsch. Nock nennt zwar keine Zahlen, sagt aber: «Wir sind zufrieden. Doch es könnte mehr Leute haben, das ist klar.» Einige Vorstellungen seien gut besucht gewesen, beispielsweise jene am Muttertag in Nyon, andere weniger. Die Zirkusdirektorin hofft nun, dass sich herumspreche, wie gut das Programm sei. Und sie hofft, dass es nicht gleich ein Traumsommer wird. «Ich kann es verstehen, wenn die Leute einen schönen Tag lieber draussen verbringen. Der Sommer in der Schweiz ist schliesslich nicht sehr lang. Trotzdem würden wir uns wünschen, dass sie es schätzen, wenn ein Zirkus in die Nähe kommt.»