Rheinfelden
Unia deckt «massiven Fall» von Lohndumping auf Feldschlösschen-Areal auf

Knall auf der Baustelle der Solaranlage auf dem Feldschlösschen-Areal in Rheinfelden: Die Gewerkschaft Unia hat einen massiven Fall von Lohndumping aufgedeckt. Für 1300 Euro monatlich würden deutsche Montage-Arbeiter dort tätig sein.

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Auf einer Baustelle des Feldschlösschen-Areals soll ein massiver Fall von Lohndumping aufgetreten sein.

Auf einer Baustelle des Feldschlösschen-Areals soll ein massiver Fall von Lohndumping aufgetreten sein.

Im Rahmen eines präventiven Baustellenbesuchs hat die Unia auf einer Baustelle im Feldschlösschenareal einen gröberen Fall von Lohndumping entdeckt.

Ein deutsches Subunternehmen der Schweizer Firma Tritec, welches zurzeit eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach einer Lagerhalle montiert, habe laut einer Pressemitteilung 18 Montage-Arbeiter eingesetzt. Diese verdienen monatlich nur 1300 Euro netto – rund 1500 Franken weniger als der branchenübliche Lohn.

Die Gewerkschaft Unia fordert nun das Amt für Migration und Integration (AMIK) des Kantons Aargau auf, die Baustelle auf dem Feldschlösschenareal zu überprüfen.

Unia fordert einfachere Gesamtarbeitsverträge

Um Lohndumping effektiver zu verhindern, fordert die Unia bei Arbeiten wie die Montage von Fotovoltaik-Panels einfachere Gesamtarbeitsverträge. Zudem sollen Bauarbeiten bei Verdacht auf Lohndumping unverzüglich unterbrochen werden.

In einer Stellungnahme sagt Feldschlösschen Getränke AG, sie habe keine Kenntnis von angeblichem Lohndumping auf der Baustelle, auch nicht von einem Baustellenbesuch der Unia. Die Bauarbeiten für das Solardach werden von der Firma Tritec ausgeführt; ihr obliegt die Verantwortung für die Beschäftigten auf der Baustelle.

Am 14. November 2013 fand eine arbeitsrechtliche Überprüfung durch das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit statt, diese bestätigte, gemäss aktuellem Kenntnisstand von Feldschlösschen, dass auf der Baustelle korrekt gearbeitet wird.