Wer Lust darauf hat, seinen kriminalistischen Spürsinn zu testen, für den ist derzeit die Laufenburger Kultschüür eine gute Adresse. Mit seiner Jubiläumsproduktion «Und dann war es dunkel» präsentiert das Wiwa-Theaters unter Regie von Martin Willi ein nicht alltägliches Kriminalstück. Es entstand nach Ideen und Improvisationen des Theaterteams, den Autoren Fabienne Müller, Nathalie Schweizer sowie Martin Willi und wurde dann als Uraufführung dramaturgisch in Szene gesetzt.

Die Aufführung geht neue Wege. Im Vordergrund stehen hier nicht die üblichen Abläufe nach einem Mord, sondern es wird der Frage nachgegangen, was geschah vier Wochen vorher, wer hatte ein Motiv für diese üble Tat und warum wurde sie dann auch umgesetzt? Ganz unterschiedliche Charaktere begegnen dabei dem Publikum, jeder von ihnen hat irgendwie mehr oder weniger auch Dreck am Stecken.

Zur Handlung

Frank Meisgeier (Steffen Ehrhardt) findet die wunderschöne, selbstbewusste Emily von Arx (Fabienne Müller) tot in deren Laufenburger Wohnung auf. Die attraktive junge Frau war finanziell gut aufgestellt, in ihrem Umfeld aber nicht sonderlich beliebt. Andere Menschen benutzte sie ganz nach Gutdünken. Immer ganz nah bei ihr ihre erotische Busenfreundin Jennifer (Nathalie Schweizer), freundlich, doch stets im Fahrwasser von Emily, darum bemüht, zu gefallen. So jedoch auch besonders verletzlich, als sie partnerschaftlichen Betrug vermutet.

Kommissar Wolfgang Fischer (Martin Willi), vordergründig darum bemüht, den Fall aufzuklären, hat in Wirklichkeit eine besonders dunkle Weste und wird erpresst. Emilys Halbbruder Karl (Roland Dinkel), verkrachter Musiker, Ex-Knacki und arbeitslos, ist extrem neidisch auf Emily und meint, dieser Satansbraten hat ihn um sein Erbe gebracht. Das Messer liegt ihm locker in der Hand. Sehr dubios der Sonderling Frank Meisgeier, der in der Öffentlichkeit mit nicht vorhandenen Personen spricht, ein Verhältnis mit Emily hat, das wiederum seine Mutter sehr missbilligt. Der gutmütige Malermeister Isaac Burkhardt (Jürg Wiss) sitzt auftragsmässig mit seinem Geschäft arg in der Klemme. Um seinen Laden wieder flott zu bekommen, will er verbotenerweise Asylanten beschäftigen und das wiederum bekommt Emily mit.

Zufällig lernt der etwas tollpatschige Andreas Aeschbacher (Lukas Bannier) Emily kennen, verliebt sich unsterblich in sie – Enttäuschungen damit vorprogrammiert. Auch Alisha Steinacher (Laura Lanz) bringt starke Vorwürfe gegen Emily vor. Mysteriöse, anonyme Anrufe und ein schwarzer Mann geben zusätzliche Rätsel auf. Viel Spannung wird aufgebaut, die Zuschauer sind beim Finden des Mörders immer dabei.

Termine der Aufführungen in der Kultschüür, Hinterer Wasen 48, Laufenburg:

Freitag, 6. November, 20 Uhr,

Samstag, 7.Novembe, 20 Uhr,

Mittwoch, 11. November, 20 Uhr

Samstag, 14.November, 20 Uhr,

Sonntag, 15.November, 17 Uhr,

Freitag, 20.November, 20 Uhr,

Samstag, 21.November, 20 Uhr,

Sonntag, 29.November, 10 Uhr,

Freitag, 4.Dezember, 20 Uhr.