Staffeleggtal
Umzug nach Herznach: Der Verwaltungsstandort in Ueken wird aufgelöst

Die Gemeinschaftsverwaltung kommt per 2021 im Gemeindehaus Herznach unter. Die Pandemie erschwert allerdings den Umzug.

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Ist bald leer: das Ueker Gemeindehaus. (Archivbild)

Ist bald leer: das Ueker Gemeindehaus. (Archivbild)

Yvonne Zollinger

Die Zusammenarbeit ihrer Verwaltungen haben die Gemeinden Herznach und Ueken bereits per Februar vollzogen. Auf dem Weg zur fusionierten Gemeinde – Ziel: 1. Januar 2023 – gehen die Staffeleggtal-Gemeinden nun den nächsten Schritt: Sie legen ihre Verwaltungen an einem Standort zusammen – und zwar im Gemeindehaus in Herznach. Dies haben die Gemeinderäte auf einen Antrag der Arbeitsgruppe Organisation und des Ausschusses Fusionsprozess entschieden.

Gemäss Verwaltungsleiter Harry Wilhelm erfolgt der Umzug schrittweise und rollend im 1. Quartal 2021. Die Unterlagen in Ueken würden laufend digitalisiert und wo nötig ebenfalls schrittweise gezügelt. Die IT werde per Ende Jahr angepasst. Die grösste Herausforderung während der Umzugsphase sei die Pandemie, so Wilhelm. «Die geplanten Arbeitsplätze in Herznach können vermutlich noch nicht vollumfänglich belegt werden, da in der Verwaltung bis auf weiteres die Weisung gilt, dass maximal eine Person pro Büroraum arbeiten darf.»

Ueker Gemeindehaus ­könnte vermietet werden

Momentan sind im Gemeindehaus in Ueken noch Gemeindekanzlei, Finanzverwaltung und Bauverwaltung domiziliert. Aktuell entwickelt die Arbeitsgruppe Infrastruktur Strategien für alle öffentlichen Gebäude der beiden Gemeinden. So auch für das im kommenden Jahr verwaiste Gemeindehaus auf Ueker Boden. «Stand heute ist eine Vermietung an Dritte – für eine Gewerbenutzung – nicht auszuschliessen», sagt Wilhelm. «Der Gemeinderat Ueken wartet jedoch die Empfehlungen aus dem Fusionsprozess heraus ab», schiebt er nach.

Nach dem Umzug wird der Stellenpool der Gemeinschaftsverwaltung 790 Prozent betragen – inklusive des gemeinsamen Steueramtes. Während Herznach bereits über ein eigenes Steueramt verfügt, ist die Gemeinde Ueken noch an das Regionale Steueramt Frick angeschlossen. «Durch diverse Ab- und Zugänge wird sich das Gesamtpensum bei etwa 780 Prozent einpendeln. Der bewilligte maximale Stellenpool beträgt 830 Prozent», so Wilhelm.

Nur geringfügige bauliche Massnahmen notwendig

Platzprobleme im Gemeindehaus in Herznach seien durch die Zusammenlegung – abgesehen von der derzeitigen epidemiologischen Lage – keine auszumachen, so Wilhelm. «Aktuell sind nur geringfügige bauliche Massnahmen notwendig.» Es bestehe jedoch ein Umbaukonzept, das überprüft, gegebenenfalls angepasst und für das an einer der ersten Versammlungen der fusionierten Gemeinde ein Umbaunachtragskredit vorgelegt werde.

Neben einer besseren Führbarkeit der Verwaltung, kürzen Kommunikationswegen und Einsparungen versprechen sich die Gemeinden attraktivere Öffnungszeiten und eine bessere Erreichbarkeit für die Bürger.