Bei der im März eingereichten Initiative für eine Fusion beider Basel beteiligten sich von Februar bis April 689 Personen an einer unabhängigen Online-Umfrage.

Angeregt vor allem über regionale Medien, Internet und Empfehlungen, kommen 99 Prozent der Umfrageteilnehmer aus der Schweiz. Davon 46 Prozent aus Baselland, 44 Prozent aus Basel-Stadt Rheinfelden und 10 Prozent aus anderen Kantonen.

Wenn sie in ferner Zukunft einmal mitbestimmen könnten, würden 59 Prozent für einen um Basel gruppierten Kanton Nordwestschweiz mit Basel-Stadt, Baselland, Schwarzbubenland (Solothurn) und Fricktal (Aargau) stimmen.

In Basel-Stadt lag die Zustimmung bei 63 Prozent, in Baselland bei 56 und im Fricktal (Aargau) und Solothurn ebenfalls. Einige Teilnehmer regten an, ein Kanton Nordwestschweiz wäre für die Wirtschaft wünschenswert im Sinne von Zusammenführen, was zusammengehört:

«Alle diese Gebiete, inklusive des Fricktals, sind auf Basel ausgerichtet», lautete eine Meinung. «Eine Abspaltung von Fricktal und Schwarzbubenland von ihren Kantonen würde kaum auf Gegenliebe stossen.»

Diese Umfrage ist Teil des Projektes Regio Fokus, ein Engagement von Jens Feger, Marketingberater in Rheinfelden. Er verfügt über eine unabhängige Meinungsplattform als öffentlicher Impulsgeber.

Im Gegensatz zu Meinungsumfragen ist jeder Interessierte selber aktiv in der Teilnahme, ähnlich wie bei Abstimmungen. Angeregt über Thema, Medienvielfalt, Internet und Empfehlungen beteiligen sich engagierte Personen mit verschiedensten Interessen.

Ziel der Fokus-Umfragen von Jens Feger sind aber nicht etwa Abstimmungsvorhersagen, sondern die Beurteilung wichtiger Kriterien aus Sicht der interessierten Öffentlichkeit.

Beispielsweise nahm eine Fokus-Umfrage für ein Strassenprojekt in Rheinfelden zwar das negative Abstimmungsergebnis schon vorweg, es zeigte aber auch akzeptierte Alternativen auf. (az)