Möhlin

Umfrage bringt Ernüchterung: Das Pflegezentrum steckt noch immer in Turbulenzen

Im Alters- und Pflegezentrum Stadelbach gibt es Kritik.

Im Alters- und Pflegezentrum Stadelbach gibt es Kritik.

Der Trägerverein des Wohn- und Pflegezentrums Stadelbach in Möhlin sieht sich grossen Herausforderungen gegenüber. So zeigt eine Umfrage unter den Bewohnern des Zentrums, deren Angehörigen und der Angestellten, nur mässig befriedigende Resultate.

Karl Eiermann ist neuer Präsident des Vereins Wohnen im Alter Möhlin, des Trägervereins des Alters- und Pflegezentrums Stadelbach. Er löst Alfred Sutter ab, der an der Generalversammlung am Dienstagabend zurücktrat. Das Zentrum Stadelbach sah sich vergangenes Jahr über Monate hinweg harscher Kritik ausgesetzt – am Ende kündigte die langjährige Zentrumsleiterin.

Es seien allerdings nicht die Turbulenzen gewesen, die ihn zum Rücktritt bewogen hätten, versicherte Sutter auf Anfrage der AZ. «Es war einfach an der Zeit», erklärte der 74-Jährige mit Blick auf seine 18-jährige Tätigkeit im Vorstand des Trägervereins, davon 15 Jahre als dessen Präsident.

Sein Nachfolger Karl Eiermann, Gemeinderat von Möhlin und nun der vierte Präsident seit Bestehen des Trägervereins, stellte nach der Wahl seinen Leitsatz vor: «Man muss Menschen mögen.» Klar ist: Auf Eiermann und sein Vorstandsteam kommt eine Menge Arbeit zu. Hanspeter Müller, der am Dienstag neu in den Vorstand gewählt wurde und der während einiger Zeit interimistischer Leiter des Zentrums war, brachte es so auf den Punkt: «Wir wollen uns für die Zukunft rüsten. Und wir wollen eine der ersten Adressen in der Region sein.»

Umfrage bringt «mässig befriedigende Resultate»

Der Anfang am Dienstag war jedenfalls schon mal holprig. In einer phasenweise turbulenten Generalversammlung gingen die Meinungen über die Ausrichtung des Trägervereins sowie des Pflegezentrums Stadelbach weit auseinander. Dies auch aufgrund einer Umfrage unter den Bewohnern des Zentrums, deren Angehörigen und der Angestellten, die – so Alfred Sutter – «leider nur mässig befriedigende Resultate» ergeben habe.

Sutter konkret: «Die Resultate sind im Vergleich mit anderen Institutionen schweizweit nicht sehr erfreulich.» Er stellte klar: «Daher müssen unter der neuen Leitung und zusammen mit dem Personal die Prozesse und Abläufe neu aufgesetzt und überdacht werden.» Es werde allerdings «noch einige Zeit dauern, bis sich die neuen Teams an die neuen Abläufe gewöhnt haben werden.»

Nach der Kündigung der Zentrumsleiterin habe man mit Hanspeter Müller schnell einen interimistischen Leiter gefunden, mit dessen Know-how die Pflege und Betreuung der Bewohner gewährleistet werden konnte. Seit Dezember 2019 ist Trinidad Coi neue Leiterin des Wohn- und Pflegezentrums Stadelbach.
Den Vorschlag, Werner Mahrer als achtes Mitglied in den Vorstand zu wählen, lehnte die Versammlung ab.

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