Wallbach

Überflutungen vorbeugen und Schäden reduzieren

Schon einige Male wurde dieses Bänklein überflutet: Markierungen am Haus der Familie Erwin Bürgi an der Rheinstrasse 27 in Wallbach zeigen Wasserstände des über die Ufer getretenen Rheins an.  chr

Schon einige Male wurde dieses Bänklein überflutet: Markierungen am Haus der Familie Erwin Bürgi an der Rheinstrasse 27 in Wallbach zeigen Wasserstände des über die Ufer getretenen Rheins an. chr

Das Baudepartement hat für das Gebiet entlang des Rheins – von Koblenz bis Kaiseraugst – eine Gefahrenkarte Hochwasser erstellt. Vorbeugen und Schäden reduzieren seien die Ziele dieses gesamtheitlichen Hochwassermanagement im Aargau.

Diese Gefahrenkarte zeige auf, wo Siedlungsgebiete durch Überflutungen gefährdet seien. Gestützt auf den vorhandenen Ereigniskataster und ergänzt mit Erfahrungen aus den Gemeinden, wurden die potenziellen Schwachstellen aufgenommen und vermessen.

Die Schutzdefizitkarte stelle zudem dar, welche Gebiete innerhalb des Siedlungsgebiets das kantonale Ziel eines Schutzes vor einem starken Hochwasser, wie es nur alle 100 Jahre vorkommt, nicht erreichen und wo entsprechender Handlungsbedarf besteht.

«Verursacher von Hochwasser in Wallbach sind zur Hauptsache der Rhein, aber auch die beiden Gewässer Heidigraben und Grenzbach. Die Massnahmenplanung zeigt auf, wie einem Schutzdefizit begegnet werden kann», so der Gemeinderat.

Massnahmenplan: 30000 Franken

Für die Massnahmenplanung hat die Wallbacher Gemeindeversammlung voriges Jahr einen Kredit von 30000 Franken genehmigt. «Aufgrund der nun vorliegenden Gefahrenkarte wird der Gemeinderat eine Arbeitsgruppe und ein Ingenieurbüro einsetzen, die sich mit der Umsetzung befassen werden», hielt die Gemeindebehörde weiter fest.

Im Verlauf der zu untersuchenden Gewässerabschnitte mussten der Untersuchungsperimeter und die Liste der zu untersuchenden Gewässerabschnitte erweitert werden. Besondere Abgrenzungen des Untersuchungsperimeters waren unter anderen auch in Wallbach vorzunehmen: Erweiterung am Westrand des Perimeters zur Abklärung einer Grundwasserschutzzone.

Vor allem im Siedlungsgebiet haben Strukturen, welche das Wasser quer über eine Einzugsgebietsgrenze von einem Einzugsgebiet in das andere leiten, einen Einfluss auf die Hochwasserspitzen. Es handelt sich meistens um quer zum Hang verlaufende Strassen oder grössere unterirdische Abwasserleitungen.

Empfohlen wird, die Kiesgrube Chislig nicht ganz aufzufüllen und ein Retentionsvolumen (Rückhaltemöglichkeit) von mindestens 12000 Kubikmetern zu belassen. Weiter sind lokale Kapazitätsverbesserungen am Heidigraben in der Hochwasser-Gefahrenkarte erwähnt.

Die Autobahn entwässert in der Regel direkt in den Rhein. Beim Grenzbach Mumpf/Wallbach wird angenommen, dass alles Oberflächenwasser aus dem Einzugsgebiet oberhalb der Autobahn von deren Entwässerung aufgefangen und in den Rhein geführt wird. (gk/chr)

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