Das Land befindet sich im Besitz der Energiedienst Holding AG, Laufenburg. Gemäss dem seit gestern Freitag im Rathaus aufliegenden Baugesuch sind 8 Häuser mit insgesamt 89 Wohnungen geplant, dazu 5 Gewerbeeinheiten, denn das ganze Gelände ist in der Zone Wohnen und Gewerbe dreigeschossig (WG3) eingeteilt. Es sind 153 Parkplätze vorgesehen, davon deren 127 in einer Einstellhalle.

Das noch unüberbaute Grundstück an der Baslerstrasse weist eine Fläche von rund 14000 Quadratmetern auf. Es handelt sich um ebenes Wiesland entlang der Hangkante zum nordöstlich fliessenden Rhein. Auf der Südseite wird der Planungsperimeter durch die Kantonsstrasse 152 (Baslerstrasse) begrenzt, und jenseits der Hauptstrasse liegt die Gewerbezone der Gemeinde Laufenburg mit zum Teil grossvolumigen Bauten der Holz verarbeitenden Industrie.

Wie den Baugesuchsunterlagen zu entnehmen ist, befindet sich am südwestlichen Rand des Planungsperimeters das Grundwasserpumpwerk Schäffigen, dessen Schutzzone bis in die geplante Überbauung hinein reicht. Die Begrenzung des Areals nordseits wird durch eine markante Böschung zum Rhein hinunter gebildet, die als Uferschutzzone ausgeschieden ist. In der Ebene (Industriezone) zwischen dem Rhein und der erwähnten Rheinuferböschung liegt das Rheinkraftwerk Laufenburg mit seinen Ergänzungsbauten für die Verwaltung, den Betrieb und Freizeitanlagen. Zur Stadt hin stehen, parallel zum Rhein, an die Hangkante angeordnet, die Kraftwerk-Villen. Es handelt sich um bürgerliche Wohnhäuser der ehemaligen Kraftwerkverwalter und -betreiber. Diese Häuser stehen unter kommunalem Schutz.

Auf den östlich anstossenden Parzellen sind in den letzten Jahren über ein halbes Dutzend konventionelle Einfamilienhäuser, ebenfalls in der Wohnzone WG3, gebaut worden. Durch die Situierung entlang der Kantonsstrasse muss nun in nächster Zukunft eine Schallschutzbaute mit Schotterkörben diese Wohnbauten vom Verkehrslärm schützen.

Wer von Sisseln her nach Laufenburg fährt, sieht also am westlichen Stadteingang künftig ein neues Erscheinungsbild. Dies und die heterogene Umgebung verlangen nach einer eigenständigen, starken Gestaltung, die dem Projektverfasser durchaus gelungen ist, wie anhand der zur öffentlichen Einsichtnahme aufliegenden Plänen ersichtlich ist.

3 Punkt- und 5 Zeilenhäuser

Es sind – in Anlehnung an die Kraftwerk-Villen – 3 Punkthäuser mit je 7 Eigentumswohnungen im nördlichen Teil des Areals geplant. Ergänzt wird die Überbauung südlich davon mit 5 dem Grundstück angepassten, in der Grösse unterschiedlichen Mehrfamilienhäusern. Diese Zeilenhäuser sollen gemäss Projekt kammartig zur Kantonsstrasse hin angelegt werden.

Das Baugesuch liegt noch bis zum 8. April im Rathaus auf. (chr)