Kaisten

Über fünf Millionen für Kindergarten und Schule

So wird der neue Dreifachkindergarten in Kaisten aussehen.

So wird der neue Dreifachkindergarten in Kaisten aussehen.

Die Gemeinde informierte über den geplanten Neubau und die Sanierung der Schule Kaisten. An der Veranstaltung war das Geld kein Thema.

«Die Auslagerung der Oberstufe und ein zusätzlicher Jahrgang an der Primarstufe bedingt eine Neuverteilung der Kaister Schulräume», erklärte Gemeinderat Marco Zaugg an einer Infoveranstaltung im Vorfeld der anstehenden Gemeindeversammlung von Kaisten.

Mit dem Neubau eines Dreifach-Kindergartens an der Schulstrasse werde der Kindergarten auch räumlich Teil der Volksschule. Das Projekt «Bachpflästerli» ging aus einem Wettbewerb als Sieger hervor. Verfasserin des Projekts ist die Arbeitsgemeinschaft der Erne Holzbau AG, der Hornberger Architekten AG und der ASP Landschaftsarchitekten.

Philosophischer Einstieg

Mit der Geschichte vom grossen, schwarzen Mann im Gebiet der Wuermatt, leitete Architekt Roland Meier von der Hornberger Architekten AG, die Vorstellung des Projekts fast etwas philosophisch ein. In letzter Zeit habe man hier jetzt wieder Männer in dunklen Mänteln gesehen. Es habe sich dann aber herausgestellt, dass dies Architekten waren. Der geplante Neubau entlang der Schulstrasse reihe sich hervorragend in das Gesamtbild ein, führte Meier aus. Das bestehende Schulhaus bleibe auch inskünftig Zentrum der gesamten Schulanlage.

Das Gebäude werde aus vorfabrizierten Holz-Elementen in Leichtbauweise erstellt, erklärte Meier weiter. Der Bau entspreche dem Minergiestandard, allerdings verzichte man auf eine Belüftung. Er sei sich bewusst, dass Holzbauten immer wieder zu denselben Diskussionen führen. Dazu gehöre insbesondere die Frage der Notwendigkeit eines genügend grossen Vordaches. «Der moderne Holzbau mit hinterlüfteten Fassaden benötigt kein Vordach.» Die Fassade werde zudem «vorvergraut», dadurch sehe diese auch nach mehreren Jahren immer noch gleichmässig aus.

«Der Ort ist eine Sensation»

«Ein Ort, der von zwei Seiten von einem Bach umgeben ist, ist eine Sensation», meinte Kaspar Hartmann von der ASP Landschaftsarchitekten AG bei der Darstellung der geplanten Umgebungsgestaltung. Man nehme dabei insbesondere Rücksicht auf die besonderen Bedürfnisse des Kindergartens. Die unterschiedlich gestalteten Bereiche sollen anregen zu selbstständigem Handeln.

Den zweiten Teil der Vorlage erläuterte der Kaister Architekt Peter Schweizer. Mit dem Umbau und der Sanierung der 1968 erbauten Schulanlage ermögliche man die Modernisierung des Unterrichts und komme damit den veränderten Anforderungen der heutigen Schule entgegen. Wohl sei das Schulhaus seit dessen Bau immer wieder erweitert worden, eine eigentliche Sanierung habe es jedoch nie gegeben, führte Schweizer aus. Die bestehende Militärhalle im Untergeschoss werde heute nicht mehr genutzt. Das Untergeschoss soll deshalb für verschiedene Nutzungen umgebaut und dadurch wieder aktiviert werden.

Geld ist kein Thema

In der ausgiebig genutzten Fragestunde kamen unter anderem der Hochwasserschutz, Verkehrsprobleme, Dachgestaltung, Lüftungsverzicht, Verkleinerung des Foyers und spätere Aufstockungsmöglichkeiten zur Sprache. Kein Thema war das Geld. Der Kindergartenneubau wird mit 3,3 Millionen Franken veranschlagt und Umbau und Sanierung des Schulhauses mit zwei Millionen.

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