Kaisten
Überraschung: Schnetzler wollen ihr Areal auf das Baufeld A ausweiten

Die Schnetzler Immobilien AG erhöht ihr Angebot und weitet es auf das Baufeld A aus. Trotz der starken Hanglage resultiert eine zusätzliche Summe von über einer halben Million Franken.

Susanne Hörth
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An der Gemeindeversammlung vom 13. Juni wird entschieden, wie es mit dem Baugebiet Hofacher weitergeht. sh/archiv

An der Gemeindeversammlung vom 13. Juni wird entschieden, wie es mit dem Baugebiet Hofacher weitergeht. sh/archiv

Die Schnetzler Immobilien AG in Kaisten möchte Bauparzellen im gemeindeeigenen Areal Hofacher erwerben und überbietet mit rund 2,1 Millionen Franken um fast eine halbe Million Franken das Angebot eines Investors.

Nun sorgt Martin Schnetzler, Eigentümer der Kaister Immobilienfirma für eine weitere Überraschung.

«Ich habe viele positive Meldungen erhalten, wobei verschiedentlich erwähnt wurde, dass das Ausklammern von Baufeld A nicht optimal ist. Ich habe meine Überlegungen dazu gemacht und das Angebot für die kommende Gemeindeversammlung nochmals ergänzt und am Montag dem Gemeinderat abgegeben», erklärt er gegenüber der Aargauer Zeitung.

Weiter fügt er an: «Ebenfalls habe ich die Idee von einem Kauf eines Mehrfamilienhauses durch die Gemeinde mit beispielsweise altersbetreuten Wohnungen und integriertem Spitex-Stützpunkt nochmals aufgegriffen.»

Zur Ausgangslage: Das Areal Hofacher ist in drei Baufelder A, B und C unterteilt. Der Gemeinderat ersucht an der kommenden Gmeind von Freitagabend um die Verkaufskompetenz der Baufelder B und C an einen Investor.

Nicht zur Diskussion stand bisher der Verkauf des in Hanglage befindlichen Baufeldes A. Geplant war, dass es vorläufig im Eigentum der Gemeinde bleibt, gegebenenfalls später verkauft wird.

Hanglage

Die Begründung für die Ausklammerung von Baufeld A war, dass die Hanglage keinen zwingenden Zusammenhang mit dem Hauptprojekt hat.

Dazu meint Martin Schnetzler: «Diese Einschätzung ist nicht ganz richtig, denn eine Bebauung von Baufeld A sollte zu einem grossen Teil sowohl von unten wie auch von oben erfolgen. Das heisst, dass ein möglichst grosser Teil von Baufeld A zusammen mit den Baufeldern B und C bebaut werden sollte. Macht man das nicht so, werden die Baukosten der Häuser am Hang unverhältnismässig hoch, was einen wesentlichen Einfluss auf den Quadratmeter-Preis hat.»

Bleibe das Baufeld A bei der Gemeinde, werde der Wert der Parzellen nochmals kleiner und der Verkauf werde schwieriger, ist Schnetzler überzeugt.

Zusätzlich 578 000 Franken

Deshalb solle das weniger attraktive Baufeld A («es ist mit seiner sehr starken Hanglage und Ausrichtung wirklich nicht sehr interessant und aufwendig in der Erstellung») zusammen mit den anderen beiden Parzellen verkauft werden.

Zum bereits formulierten Angebot für die Baufelder B und C bietet die Schnetzler Immobilien AG neu nun für das Feld A einen Preis von 190 Franken pro Quadratmeter. Daraus resultiert für diesen Teil des Areals Hofacher mit 3238 Quadratmetern eine zusätzliche Summe von 578 550 Franken.

Martin Schnetzler greift zudem nochmals die Idee auf, dass die Ortsbürgergemeinde aus ihrem Vermögen im Hofacher ein Mehrfamilienhaus mit altersbetreuten Wohnungen und integriertem Spitex-Stützpunkt finanzieren.

«Ein solches Objekt, vorausgesetzt, dass der Preis realistisch ist, würde sicher auch eine schöne Rendite abwerfen und würde ein grosses Bedürfnis abdecken», hält der Kaister Immobilienfachmann mit Blick auch in die Zukunft fest.

Er ist überzeugt, dass die Lage Hofacher nach wie vor optimal für eine solche Lösung sei.

Seine Firma sei bereit, die Gespräche für den Verkauf eines Mehrfamilienhauses an die Gemeinde zwecks altersbetreuten Wohnungen sowie der Erstellung eines Spitex-Stützpunktes aufzunehmen, und bei Bedarf ein konkretes Angebot zu machen.

«Mit diesem umfassenden Angebot sind somit nun wieder sämtliche Ideen und Bedingungen des ursprünglichen Wettbewerbs erfüllt oder angedacht», so Martin Schnetzler.

Am Freitag, 22. September, wird das Kaister Stimmvolk an seiner Gemeindeversammlung über den Überweisungsantrag von Martin Schnetzler entscheiden.