Abgang
Überraschung: die Spitex-Leiterin Claudia Kirsch tritt bereits wieder ab

Die Geschäftsführerin der Spitex Fricktal AG nimmt einen neuen Job an. Unter ihrer Leitung wurden die sechs Spitex-Vereine der Region zu einer neuen Organisation zusammengeschlossen, welche heute die grösste Spitex im Kanton Aargau ist.

Marc Fischer
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Claudia Kirsch, Geschäftsführerin der Spitex Fricktal AG, und Werner Schneider, Präsident des Spitex-Fördervereins Fricktal.

Claudia Kirsch, Geschäftsführerin der Spitex Fricktal AG, und Werner Schneider, Präsident des Spitex-Fördervereins Fricktal.

stg
Spitex Fricktal

Spitex Fricktal

Symbolbild: zvg

«Überraschend und sehr bedauerlich»: So beschreibt, Peter Frick, Verwaltungsrats-Präsident der Spitex Fricktal AG den Entscheid von Geschäftsführerin Claudia Kirsch, das Unternehmen per 30. April zu verlassen. Kirsch ihrerseits spricht von einem «tollen Angebot», das sie erhalten habe und einem «guten Moment», um die Spitex Fricktal AG zu verlassen. Schliesslich sei die erste wichtige Phase abgeschlossen. Sowohl Frick als auch Kirsch betonen, dass es keine Differenzen gegeben habe und man sich nicht im Streit trenne.

Die Spitex Fricktal AG hat ihre Tätigkeit erst vor 13 Monaten aufgenommen. Voraus ging im Jahr 2013 – in nur fünf Monaten und ebenfalls unter der Leitung von Claudia Kirsch – der operative Zusammenschluss der sechs bestehenden Spitex-Vereine zur neuen Organisation.

Heute versorgt das Unternehmen im Auftrag von 21 Gemeinden ein Gebiet mit rund 46 000 Einwohnern und ist damit die grösste Spitex mit öffentlichem Auftrag im Kanton Aargau.

«Guten Job gemacht»

«Claudia Kirsch hat die neue Spitex-Organisation effizient zum Erfolg geführt», heisst es in der Mitteilung, in der die Spitex Fricktal AG den Abgang kommuniziert. Peter Frick spart im Gespräch dann auch nicht mit Lob: «Sie hat einen sehr guten Job gemacht, der Aufbau der neuen Organisation hätte fast nicht besser laufen können.»

Die scheidende Geschäftsführerin ihrerseits gibt den Dank weiter. Zwar freue sie sich, «dass ich den Betrieb von Anfang an wesentlich mitgestalten und eine solide Basis für die weitere Entwicklung schaffen durfte», aber sie betont auch: «Ohne das grosse Engagement der Mitarbeitenden wäre das Projekt sicher nicht innert kürzester Zeit so gut gestartet.»

Die Zusammenführung von sechs bestehenden Organisationen sei ein ehrgeiziges Projekt gewesen, das aber gut gelungen sei. «Letztlich ist es der Verdienst aller Beteiligten, dass die Versorgung ohne Unterbruch und in gewohnter Qualität gewährleistet werden konnte.»

Während Claudia Kirsch künftig eine «Leitungsfunktion im stationären Bereich» übernehmen wird, ist der Verwaltungsrat der Spitex Fricktal AG daran, das Profil und das Stellenvolumen für die Neuausschreibung zu definieren, wie Peter Frick ausführte.

«Wir hätten gerne auch die Harmonisierungs- und Optimierungsphase mit Claudia Kirsch absolviert», betont der Verwaltungsratpräsident, «aber wir sind nun nicht unter Druck.» Ziel sei es, die Stelle bis spätestens Mitte Jahr wieder zu besetzen.

Bestandesaufnahme folgt

Das Tagesgeschäft und die Leistungsvereinbarungen mit den Gemeinden könnten durch die Standortleitungen und die Geschäftsstelle gut gewährleistet werden. «Nach einem gelungenen Start steht die junge Spitex Fricktal AG nun fest auf beiden Beinen und ist für die Zukunft optimal gerüstet», ist der Verwaltungsratspräsident überzeugt.

Es gehe nun darum, «einen Dirigenten für das Orchester zu finden, der den ‹Finish› macht», so Frick weiter. Der Verwaltungsrat werde nun eine Bestandesaufnahme machen, welche Arbeiten in Angriff genommen werden müssen und welche Anforderungen es dafür brauche. «Wir werden dafür auch Impulse bei den Mitarbeitenden abholen und die bisherigen Erfahrungen einfliessen lassen», so Frick weiter.