Rheinfelden
«Über Abfall muss man schnurre»

Güsel in Gassen und Strassen oder entlang von Spazierwegen bleibt ein Problem im Fricktal. Wie sich dieses lösen lässt, erfordert nicht nur vielfältige Aktivitäten, sondern auch Aufklärungsarbeit.

Peter Rombach
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Werkhofleiter Andreas Frömcke und seine Mitarbeiter René Hahn und Roland Jenni (von links) begutachten den von eifrigen Schulkindern an der Aktion «Sauberes Fricktal» eingesammelten Güsel. ach

Werkhofleiter Andreas Frömcke und seine Mitarbeiter René Hahn und Roland Jenni (von links) begutachten den von eifrigen Schulkindern an der Aktion «Sauberes Fricktal» eingesammelten Güsel. ach

Diese Situation erkannte längst schon der Gemeindeverband Abfallbewirtschaftung Unteres Fricktal (GAF). An der Abgeordnetenversammlung am Donnerstagabend in Augst markierte Präsident Peter Scholer neue Aktivitäten. Seine Botschaft: «Wir werden in der Littering-Problematik auch die Gemeinden wirkungsvoll unterstützen.» Und er griff auf die Parole zurück, «Abfall ist auch Rohstoff». Damit ermunterte er die Gemeindevertreter, für den Recycling-Gedanken zu werben.

«Über Abfall muss man schnurre.» Die vorausgegangenen Aktionen «Sauberes Fricktal» erkannte er als wichtig: Der GAF werde sich auch im nächsten Jahr daran beteiligen und Gemeinden mit Werbekampagnen unterstützen. «Littering bleibt der Renner.»

«Wir sind Profi geworden»

Zur generellen Position des GAF hielt Scholer voller Stolz fest: «Wir sind Profi geworden.» Und das signalisierte auch die Vorlage des Budgets für 2012, erläutert von Gisela Taufer. Demnach weist der Verband ein Volumen von 4,23 Millionen Franken aus. Erwartet wird ein Plus von 7000 Franken.

Auf der Einnahmenseite dominiert der Vignettenverkauf für die Güselentsorgung mit rund 3,36 Millionen Franken. Im Detail werden aus der Grüngutentsorgung an Gebühren etwa 350000 Franken erwartet. Die Rückerstattung für Ablieferung von Altpapier und Kartonagen ist mit 280000 Franken budgetiert. Aus dem Glas-Recycling erwartet der GAF 15000 Franken.

Abfall: Eine teure Angelegenheit

Auf der Kostenseite steht das Einsammeln vom Hauskehricht mit rund 1,1 Millionen Franken. Das Verbrennen des Güsels in der Basler Anlage erfordert zusätzlich knapp 1,2 Millionen Franken. Für die Grüngutentsorgung sind im nächsten Jahr 430000 Franken vorgesehen. Kommentar von Gisela Taufer: «Wir liegen gut.» Auch Präsident Peter Scholer hielt fest: «Der GAF ist finanziell gut aufgestellt und braucht vorläufig keine Gebührenerhöhungen.»

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