Zeihen/Hornussen
Über 80 Löcher und Risse: Jetzt saniert der Kanton seine Strasse endlich

Das Projekt für die Erneuerung der K482 wird in den nächsten Wochen erarbeitet. Ausserdem bleibt sie vorerst im Besitz des Kantons. Zeihen und Hornussen hat sich wiederholt negativ zu einer Übernahme geäussert.

Walter Christen
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Präsentiert sich in desolatem Zustand: Kantonsstrasse zwischen Zeihen und Hornussen ist voller Flickstellen.chr

Präsentiert sich in desolatem Zustand: Kantonsstrasse zwischen Zeihen und Hornussen ist voller Flickstellen.chr

Jedes Frühjahr das selbe: Löcher und Risse prägen das Bild der Kantonsstrasse 482, welche die Dörfer Zeihen und Hornussen verbindet. Die Frostschäden sind beträchtlich und die Anzahl aller Flickstellen beläuft inzwischen auf über 80. Doch damit ist bald Schluss, denn Ende Januar wurde mit einer Startsitzung die Sanierung der Kantonsstrasse 482 eingeläutet.

Das Projekt wird in den nächsten Wochen durch die Abteilung Tiefbau des Departements Bau, Verkehr und Umwelt erarbeitet und steht unter der Leitung von Fabian Gasser vom Unterhaltskreis IV im Werkhof Frick, wie der Gemeinderat Zeihen mitteilte. In einem ersten Schritt werden im Zeitraum März/April Vermessungsarbeiten entlang der Strecke durchgeführt, wobei mit den Landanstössern rechtzeitig Kontakt aufgenommen wird.

Gemeinden und Interpellant freuts

Freude herrscht bei den Gemeindebehörden von Zeihen und Hornussen, dass in die Sanierung der Strasse endlich Bewegung kommt. SVP-Grossrat Christoph Riner aus Zeihen hatte am 2. Juli 2013 im Kantonsparlament eine Interpellation eingereicht und dem Regierungsrat einen Fragenkatalog unterbreitet.

Grossrat Riner hielt damals fest, dass diese Kantonsstrasse neben einer sehr wichtigen Rettungsachse für die Blaulichtorganisationen (Polizei, Feuerwehr und Sanität) auch für Schülerinnen und Schüler von Bedeutung sei. Er sprach dem Regierungsrat ins Gewissen, indem er die Frage nach der Verantwortlichkeit bei Unfällen aufwarf, welche sich auf der Strasse in desolatem Zustand geradezu abzeichnen würden.

Weiter wies der Interpellant darauf hin, dass die stets wiederkehrenden Flickarbeiten den Kanton unter dem Strich viel mehr kosten, als wenn die Strasse einmal total saniert würde.

Und siehe da – «Aarau» änderte die Meinung: «Die Kantonsstrasse 482 ist in einem schlechten Zustand und der jährliche Aufwand für nötigste Massnahmen steigt. Es ist daher unbestritten, dass eine Sanierung angegangen werden muss», hiess es unter anderem in der regierungsrätlichen Beantwortung von Grossrat Christoph Riners Interpellation.

Und: «Da sich die Gemeinden Zeihen und Hornussen wiederholt negativ zu einer Übernahme der Kantonsstrasse 482 geäussert haben, wird das entsprechende Strassenstück die nächsten Jahre im Kantonseigentum bleiben. Die Sanierung der Strasse kann hingegen nicht weiter verzögert werden – ein entsprechendes Projekt ist zu starten», was also – wie bereits erwähnt – in den nächsten Wochen der Fall sein wird.

Dem Regierungsrat gedankt

Er sei erfreut über den Entscheid der Regierung und habe sich bei Regierungsrat Stephan Attiger, dem Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU), persönlich bedankt, wie Grossrat Christoph Riner gegenüber der Aargauer Zeitung festhielt. «Wir sind froh, dass die Strasse saniert wird», hielt der Zeiher Parlamentarier weiter fest.