Fricktal
Trotz «No Billag»-Abstimmung: Fricktaler sind noch stimmfaul

In einer Woche findet die Abstimmung über die «No Billag»-Initiative statt. Übermässig stark ist die Stimmbeteiligung in der Region bislang nicht.

Marc Fischer
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Couverts bei den Wahlen 2007 in Wettingen.

Couverts bei den Wahlen 2007 in Wettingen.

Aargauer Zeitung

Seit Wochen ist der Abstimmungskampf zur «No Billag»-Initiative in vollem Gang. Zahlen aus den grossen Schweizer Städten deuten darauf hin, dass die Initiative mobilisiert und am 4. März für eine hohe Stimmbeteiligung sorgen wird. Gemäss «Blick» haben etwa in St. Gallen schon 33,5 Prozent der Stimmberechtigten brieflich abgestimmt. In Basel liegt die Stimmbeteiligung derzeit bereits bei knapp 33 Prozent, in Zürich bei 27,2 Prozent.

Im Fricktal dagegen üben sich die Stimmbürger noch in Zurückhaltung. «Wir wurden bislang nicht überflutet», sagt etwa Anita Schweizer, Leiterin der Einwohnerdienste in Magden. Gleich klingt es bei Judith Berger in Kaisten. Derzeit hätten in Kaisten erst 15,8 Prozent der rund 1800 Stimmberechtigten brieflich abgestimmt.

In Möhlin sind bis zum Freitag rund 1300 von 6643 Stimmzetteln – knapp 20 Prozent – auf der Kanzlei eingegangen. Die Stimmbeteiligung werde damit nicht «explodieren», sagt Vizegemeindeschreiber René Sacher. Im ähnlichen Rahmen bewegt sich der Rücklauf in Mettauertal. Die 325 retournierten Abstimmungscouverts entsprechen etwa einer Stimmbeteiligung von 20 Prozent.

Noch nicht gezählt hat man die eingegangenen Stimmcouverts in Frick. Der Rücklauf sei allerdings «nicht allzu üppig» und «eher unterdurchschnittlich», sagt Gemeindeschreiber II Franz Wülser. Er führt dies auf die Sportferien zurück, die an diesem Wochenende enden. «Nächste Woche wird es dann ‹tschättere›», ist Wülser überzeugt.

Grosser Rücklauf in letzter Woche

Erfahrungsgemäss, in diesem Punkt sich alle befragten Gemeinden einig, sei die letzte Woche vor einer Abstimmung jene, in der die meisten Stimmzettel auf der Kanzlei eintreffen. «Ich kann mir deshalb gut vorstellen, dass noch einiges reinkommt», sagt Anita Schweizer. René Sacher schätzt, dass die Zahl der brieflich Abstimmenden in Möhlin bis zum 4. März noch auf 2000 bis 2500 steigen wird.

Wer brieflich abstimmen will, sollte sein Couvert bis zum Dienstag zur Post bringen, damit es rechtzeitig auf der Gemeindekanzlei eintrifft. Danach kann noch der Gemeindebriefkasten genutzt oder die Stimme an der Urne abgegeben werden.

Gemäss Franz Wülser kommt es immer wieder vor, dass Stimmzettel erst in der Woche nach der Abstimmung eintreffen – «jedes Mal fünf bis zehn». Die Gemeinde Frick informiert die Absender dann jeweils per Post über die Verspätung.