Fricktal

Trotz des schönen Herbstes verkauft man viele Leuchtketten und Schlitten

Jost Mattli strahlt mit der Winterdeko um die Wette, die Artikel laufen gut.

Jost Mattli strahlt mit der Winterdeko um die Wette, die Artikel laufen gut.

Viele Geschäfte warten noch auf Kundschaft für Weihnachts- und Sportartikel. Einzig in der Landi merkt man davon nichts: Dort gehen Leuchterketten und Schlitten über den Ladentisch. In anderen Läden hofft man auf die Wintersport-Saison.

In gut zwei Wochen ist der erste Advent. Eigentlich wäre jetzt die Zeit, für den Einkauf der Geschenke und die Montage der Adventsbeleuchtung. Aber wer denkt an Weihnachtsdekorationen, wenn man sich in den Gartenwirtschaften noch im T-Shirt sonnen kann? Die Fricktaler Ladenbesitzer machen unterschiedliche Erfahrungen, was die winterlich-weihnachtliche Kauflust ihrer Kunden angeht.

«Die Leute sind noch nicht richtig in Adventsstimmung», sagt Charlotte Senn von «Schöner Leben» in Frick. Festliche Dekoartikel hat sie schon seit einigen Wochen im Sortiment, doch das Interesse der Kunden fehle. Allerdings ist sie zuversichtlich, dass sich dies mit den ersten kühlen Tagen ändern wird.

Falls die Skisaison ins Wasser fällt, bekommt man bei Tria-Sport in Frick ganzjährig auch Badehosen und Bikini. Geschäftsinhaber Erwin Frei rechnet jedoch nicht damit, dass es so schlimm kommen wird.

«Spätestens bei Saisonbeginn Anfang Dezember werden die Kunden den Wintersport ins Auge fassen», sagt er. Dann sei immer noch Zeit, die Ski und Snowboards aus dem Keller zu holen.»

«Allerdings merken wir, dass die Leute im Moment beim Kauf von Wintersportartikeln zurückhaltend sind», sagt Frei. Das habe sicher auch mit der warmen Witterung zutun.

Für den Service bei der Skiausrüstung sei jetzt aber die richtige Zeit, sagt der Fachmann. Vor allem im Hinblick darauf, dass beim ersten Schnee alle gleichzeitig mit fahrtüchtigen Ski und Snowboard auf die Piste wollen.

Jedes Jahr etwas später

«Wir spüren das Wetter insofern, als die Leute lieber draussen sind als im Laden nach Geschenken zu suchen», sagt Marcel Amsler von Amsler Spielwaren in Eiken. Aber der 24. Dezember kommt, egal, welches Wetter sei. .

Und mit ihm das Bedürfnis, die Wünsche der Kinder, Enkel oder Göttikinder so perfekt wie möglich zu erfüllen. «Was wir jedoch feststellen, ist, dass die Leute jedes Jahr etwas später mit den Weihnachtseinkäufen beginnen.»

Das habe aber wohl weniger mit dem Wetter zu tun. «Unsere verkaufsstärksten Tage sind jeweils der 23. und 24. Dezember.» Vielleicht müsse man irgendwann Weihnachten verschieben, meint Amsler schmunzelnd.

Vorfreude auf den Winter

Gut Lachen hat Jost Mattli, Ladenleiter der Landi Eiken. «Ich bin sehr überrascht, wie gut wir unsere Winter- und Weihnachtsdekorationen verkaufen», sagt er. Bereits mussten einzelne Artikel nachbestellt werden.

«Der Hit sind die leuchtenden Tiere für den Garten.» Aber auch Lichterketten, Lichterbäume und künstliche Dekoweihnachtsbäume finden Absatz. Vor zwei Wochen hat Mattli die Saisonartikel aufgebaut.

«Für mein Gefühl eigentlich zu früh», sagt er. Und dennoch seien sogar Schlitten und Bob über den Ladentisch gegangen. Jost Mattli glaubt, dass das Interesse an den Winterdekorationen für Haus und Garten die Vorfreude auf die kalte Jahreszeit sei.

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