Rheinfelden

Trotz Corona: Über 90 Prozent der Ferienspass-Kurse in der Region sind ausgebucht

Der Ferienspass in der Region Rheinfelden wird dank eines Corona-Schutzkonzepts trotz Pandemie durchgeführt.

Der Ferienspass in der Region Rheinfelden wird dank eines Corona-Schutzkonzepts trotz Pandemie durchgeführt.

Weder die Kinder noch die Eltern in der Region Rheinfelden lassen sich den Ferienspass durch Corona verderben. Die Ferienspass-Kurse kommen gut an – über 90 Prozent sind trotz der aussergewöhnlichen Situation gar ausgebucht.

Der Verein Ferienspass der Region Rheinfelden hat seine Entscheidung, sein Programm trotz der Coronapandemie auch in diesen Sommerferien anzubieten, bisher nicht bereut. Zur Erinnerung: Die weiteren Vereine aus der Region, Frick und Laufenburg, sagten sämtliche Kurse ab. Ihnen war die Verantwortung dafür zu gross (die AZ berichtete). So ist der Verein aus dem Bezirk Rheinfelden im Fricktal der einzige, der in den Schulferien Daheimgebliebenen Unterhaltung bietet. Und: Das Angebot kommt gut an.

«Bei uns sind dieses Jahr 710 Anmeldungen eingegangen», berichtet Karin Mahrer, die Präsidentin des Ferienspass-Vereins Region Rheinfelden. Das seien rund 100 weniger als 2019, zu «normalen» Zeiten. Aussergewöhnlich hoch sei dieses Jahr die Zahl der Zweitanmeldungen gewesen, sagt sie. Das sind jene Kinder, die nach einer ersten Anmeldephase leer ausgegangen waren und sich Alternativen suchen mussten. Insgesamt 50 Anmeldungen gingen auf diesem Weg noch ein.

Bei Risikogruppe war man vorsichtig

30 Kurse haben Mahrer zufolge abgesagt werden müssen: 20 wegen Corona, zehn aus anderen Gründen. Insbesondere bei Kursleitern, die zu Risikogruppen gehören, sei man vorsichtig gewesen, sagt Mahrer. So mussten Angebote wie der Besuch einer Blindenhundeschule, die Besichtigung der Feuerwehr Rheinfelden oder eine Führung durch den St.-Jakob-Park des FC Basel abgesagt werden.

Dafür war «Ein Nachmittag auf dem Tierlignadenhof» in Kaisten mit mehr als 120 Anmeldungen der absolute Renner. 18 Teilnehmer sind bei diesem Kurs höchstens möglich. Und für mehr als für eine Wiederholung reichte die Kapazität der Einrichtung nicht aus. So muss das Gros der Kinder und Jugendliche für 2020 auf einen Besuch dort verzichten. Schon 2019 hatte der Ausflug zum Kaister Tierlignadenhof auf dem Programm gestanden. «Damals war die Resonanz aber nicht so riesig wie aktuell. Das hat sicher mit den Fernsehberichten darüber zu tun», sagt Mahrer. Der Tierlignadenhof war in diesem Frühjahr in der Serie «SRF bi de Lüt – Echte Tierhelden» zu sehen.

Verein erarbeitete ein Schutzkonzept

Um die Kurse durchführen zu können, hat der Verein spezielle Vorbereitungen getroffen. «Wir haben im Vorfeld ein Coronaschutzkonzept erstellt. Das wird gut eingehalten», sagt Mahrer. Schülerinnen und Schüler mit grippeähnlichen Symptomen etwa sei die Teilnahme an den Angeboten verwehrt.

Mit 100 Anmeldungen weniger als 2019 sei die Zurückhaltung angesichts von Corona schon zu spüren, sagt die Verantwortliche des Rheinfelder Programms. Doch weil eben 30 Kurse ausgefallen sind, seien die noch vorhandenen 220 zu 94 Prozent ausgelastet. «So wenige freie Plätze wie 2020 gab es noch nie», zieht Mahrer Bilanz. Stimmt: Beim Blick auf die Website des Ferienspasses ist oft zu lesen: «ausgebucht».

Meistgesehen

Artboard 1