«Die Vielfalt ist zwar noch da, aber sie ist bedroht», sagt Alfred Künzli weiter. Um die Situation zu verbessern, hat man in den vergangenen Jahren versucht, Fische in den Rhein einzusetzen. Diese hätten die Population vergrössern sollen.

«Jetzt gibt es eine Studie darüber, dass die Besatzmassnahmen der Äschen in den letzten Jahren keine Wirkung hatten. Es war völlig erfolglos», sagt Alfred Künzli.

Die Studie untersuchte das Genmaterial geangelter Äschen. Man fand dabei keine Nachkommen der eingesetzten Äschen. Die eingesetzten Äschen, die aus drei verschiedenen Regionen stammten, haben sich also nicht vermehrt und mit der bestehenden Population vermischt. Alfred Künzli erklärt: «Diese Untersuchungen wird man jetzt bei allen Fischarten durchführen, zum Beispiel auch bei der Forelle. Bei der Äsche ist es jetzt schon sicher, dass es nicht funktioniert.»

Die vom Kanton in Auftrag gegebene Studie empfiehlt, nicht weiter Äschen in die Gewässer einzusetzen. Bis 2018 können die Zuständigen aber noch freiwillig Besatzmaterial beim Kanton beziehen. Alfred Künzli sagt: «Wir verzichten ab sofort darauf. Wir geben das Geld lieber für die Renaturierung aus.»

Mit der Renaturierung soll die Umgebung wieder fischfreundlicher gestaltet werden. Die grössten Bedrohungen für die Fische sind Vögel, wie zum Beispiel Kormorane, die monotonen Sumpflandschaften und die Wasserqualität. «Das Wasser ist zwar sauber, aber es hat zu viele Medikamente drin», sagt Alfred Künzli.

Wegen der Sumpflandschaft fehlen die Kiesbette, in die die Kieslaicher, zu denen Lachsfische oder auch Barben gehören, laichen können. Ohne die Kiesbetten haben die Fische also kaum Möglichkeiten, abzulaichen. Natürliche Laichmöglichkeiten zu kreieren, soll nun mehr Erfolg bringen als der Besatz mit neuen Fischen. «Die ersten Kiesdepots wurden bereits eröffnet und lastwagenweise am Ufer abgeladen», sagt Alfred Künzli.

Mit jedem Hochwasser kommt dann wieder Kies ins Flussbett. Ausserdem möchte man mit gefällten Bäumen Versteckmöglichkeiten kreieren, die als Schutz vor Fressfeinden wie Vögeln oder Raubfischen dienen. Weiter ist es der Fischerzunft Laufenburg wichtig, die Seitenflüsse zu beleben sowie optimale Auf- und Abstiegsmöglichkeiten für die Fische zu finden.