Mettauertal

Treppen für die Fische: Der Lachs soll im Fricktaler Etzgerbach laichen

Die hohe Schwelle ist entfernt, der Etzgerbach nimmt durch die Bauarbeiten immer mehr eine Form an, die dem Lachs den Aufstieg ermöglichen soll. chr

Die hohe Schwelle ist entfernt, der Etzgerbach nimmt durch die Bauarbeiten immer mehr eine Form an, die dem Lachs den Aufstieg ermöglichen soll. chr

Bauliche Massnahmen ermöglichen die Rückkehr eines speziellen Fisches: Mit Spannung werden die ersten Lachse im Etzgerbach erwartet, wo gegenwärtig im Auftrag des Kantons zwei fischgängige Passagen erstellt werden.

Für den Lachs ist es immer noch sehr schwierig, vom Meer her die Flüsse hinauf bis in die Seitenbäche am Hochrhein zu gelangen: Kraftwerke bilden mit ihren Staustufen im Rhein schier unüberwindbare Hindernisse für die Fische.

Doch die Situation bessert sich allmählich – für den Wanderfisch werden spezielle Fischtreppen gebaut und Passagen erstellt, wo den Schuppentieren bisher der Weg flussaufwärts versperrt war.

«Denn der Lachs soll nach mehr als 50 Jahren Abwesenheit wieder in den Aargau zurückkehren», so die Information von Christian Tesini von der kantonalen Sektion Jagd und Fischerei. Im Etzgerbach im Mettauertal werden wieder Junglachse eingesetzt.

Damit die Rückkehrer der Fische aus dem Meer an den Ursprungsort gelingt, wurden nun bereits die beiden hohen Schwellen (Abstürze) im Etzgerbach auf Initiative der Sektion Jagd und Fischerei durch die Abteilung Landschaft und Gewässer, Sektion Wasserbau, beseitigt.

Nur wenige Seitenbäche im aargauischen Abschnitt des Hochrheins weisen für den Lachs geeignete Bedingungen auf.

Einer davon ist der Etzgerbach. Von der Mündung in den Rhein aufwärts bis nach Mettau weist er mehrere gut geeignete Laich- und Jungfischhabitate auf. Im Unterschied zu anderen Jurabächen trocknet der Etzgerbach zudem nicht aus.

Leider konnten die Wanderfische die weiter oben gelegenen Lebensräume bisher wegen der beiden erwähnten, unüberwindbaren Hindernisse nicht erreichen. Diese beiden Abstürze werden durch fischgängige Blockrampen ersetzt.

Das Projekt Lachsaufstieg im Etzgerbach ist in zwei Abschnitte unterteilt. Einer befindet sich im Bereich einer Schwelle im Ortsteil Etzgen.

Eine aufgelöste Blockrampe ersetzt die Schwelle. Der Höhenunterschied beträgt rund 3,2 Meter, die Länge etwa 100 Meter, und das durchschnittliche Gefälle liegt bei 3,4 Prozent. Zudem werden die Böschungsverbauungen verstärkt. Die Arbeiten dauern noch rund drei Wochen.

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