Oeschgen
Treffpunkt im Dorf bleibt vorläufig

Zumindest bis Ende August 2012 bleibt beim Landgasthof Schwanen alles so, wie es ist.

Werner Hostettler
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«Wie geht es weiter mit dem Landgasthof Schwanen?» Eine Frage, mit der sich nicht nur die Oeschger Dorfbevölkerung immer wieder beschäftigt. Die (vorläufige) Antwort darauf ist, dass der beliebte Treffpunkt vorläufig bis Mitte 2012 erhalten bleibt. Wie die az Aargauer Zeitung am 6.August 2010 berichtete und vom Gemeinderat Oeschgen in der Folge auch bestätigt wurde, war dem Wirt des weit über das Dorf hinaus bekannten Landgasthofs, Turi Eyholzer, wenige Tage zuvor die Kündigung des Mietvertrages für das Nebengebäude mit der Schüüre ins Haus geflattert. Was das Gebäude mit dem Restaurant betrifft, erklärte der Besitzer der beiden Liegenschaften, Eugen A. Roesle, den Ende Juli 2011 auslaufenden Mietvertrag nicht mehr erneuern zu wollen.

Ein Entscheid, der im Dorf verständlicherweise wenig Begeisterung auslöste und unter anderem dazu führte, dass auf Initiative der örtlichen Männerriege im 900-Seelen-Dorf innert kürzester Zeit gegen 500 Unterschriften zusammenkamen. Diese wurden mit der Bitte «Wir brauchen unseren Dorftreffpunkt, bitte lassen sie den ‹Schwanen›» nicht sterben» den Eigentümern per Briefpost zugestellt. In der Folge trafen sich Besitzer und Gemeinderat zu Aussprachen und Eugen A. Roesle zeigte sich bereit, seine Projekte nochmals zu überdenken; ein Verkauf des «Schwanen» stehe aber für ihn ganz klar ausser Diskussion. Für die Gemeindebehörde von Oeschgen stand von jeher schon fest: «Der «Schwanen» darf nicht von der Bildfläche verschwinden.»

Schlichtungsverhandlung

Vor einiger Zeit trafen sich Eigentümer Eugen A. Roesle und Wirt Turi Eyholzer bei der dem Bezirksamt angegliederten Schlichtungsbehörde im Mietwesen in Laufenburg zu einer Schlichtungsverhandlung. Dies mit dem Resultat, dass die Mietverträge sowohl für den «Schwanen» als auch die Schüüre bis vorerst einmal Ende August 2012 weiterlaufen. Was zweifellos im ganzen Dorf und insbesondere von den Vereinen mit Genugtuung zur Kenntnis genommen wird. Gerade in letzter Zeit habe er eine gewisse Verunsicherung feststellen müssen, erklärt der «Schwanen»-Wirt: «Es kamen laufend Anrufe, ob man denn, beispielsweise für ein Kommunionsessen, überhaupt noch reservieren könne. Zudem werde ich auch ausserhalb laufend angesprochen, wie lange ich noch in Oeschgen bleiben könne oder dürfe.»

Auf die Frage, wie es nach dieser Fristverlängerung allenfalls weitergehen könnte, stellt Turi Eyholzer fest: «Herr Roesle und ich werden uns kommenden April oder Mai zu einer Aussprache treffen. Mein Ziel ist es, dass bis spätestens Mitte 2011 der Entscheid auf dem Tisch liegt, ob und wenn ja in welcher Form die Pacht ab September 2012 weitergeführt werden kann.» Für Gemeindeammann Ursula Schnetzler ist klar: «Der «Schwanen» als der unbestrittene und zentral im Dorfkern gelegene Treffpunkt der Gemeinde hat eine unbestrittene Bedeutung und muss daher erhalten bleiben.» Die Vereine ihrerseits halten fest: «Der ‹Schwanen› spielt eine absolut zentrale Rolle.»