EHC Rheinfelden

Trainer Michael Eppler über das Playoff-Final: «Titelverteidigung ist unser Ziel»

Die Rheinfelder Eishockeyaner stehen vor der entscheidenden Phase der Saison. Heute empfangen sie den EHC Bucheggberg. zvg

Die Rheinfelder Eishockeyaner stehen vor der entscheidenden Phase der Saison. Heute empfangen sie den EHC Bucheggberg. zvg

Der Eishockeyclub Rheinfelden steht ab heute Donnerstag im Playoff-Final seiner 2. Liga-Gruppe. Im Interview mit der Aargauer Zeitung erklärt Trainer Michael Eppler, welche Ziele sich die Mannschaft setzt, warum sie nicht in die 1. Liga aufsteigt – und weshalb er sich zu Hause vorläufig abgemeldet hat.

Am Dienstagabend siegte der EHC Rheinfelden 6:4 gegen den HC Münchenbuchsee-Moosseedorf –  und steht damit im Play-off-Final seiner Zweitliga-Gruppe. Das erste Spiel der Final-Serie findet bereits heute Abend um 20.15 Uhr auf der Kunsteisbahn Rheinfelden statt. Vor dieser Serie sagt Trainer Michael Eppler, welche Ziele sich die Mannschaft setzt, warum sie nicht in die 1. Liga aufsteigt – und weshalb er sich zu Hause vorläufig abgemeldet hat.

Michael Eppler, 6:4 lautete das Ergebnis am Dienstag im Entscheidungsspiel gegen Münchenbuchsee. Wie viele Nerven hat die Partie gekostet?

Michael Eppler: Es war schon ziemlich nervenaufreibend. Nicht nur dieses Spiel, sondern die ganze Serie war intensiv, ausgeglichen und auf einem hohen Niveau. Nachdem wir das erste Spiel verloren hatten, waren wir unter Druck – und haben ihm standgehalten. Am Dienstag lagen wir zwar stets in Führung, doch Münchenbuchsee konnte jeweils umgehend reagieren. Die definitive Entscheidung fiel erst drei Sekunden vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor.

Nun stehen Sie im Final Ihrer 2. Liga-Gruppe und auf den Sieger wartet noch der Final der beiden Zentralschweiz-Gruppen. Wie lauten die Ziele?

Letzte Saison wurden wir bei einem leicht anderen Modus Zentralschweiz-Meister. Damals kam der Erfolg einigermassen überraschend. Zu Saisonbeginn haben wir klar gesagt: «Wir wollen den Titel verteidigen.» Das ist zwar eine grosse Challenge für uns, aber auch das erklärte Ziel.

Und dann treten Sie in der kommenden Saison in der 1. Liga an?

Da die Ligen reorganisiert werden, wären wir bereits mit der Finalqualifikation aufstiegsberechtigt. Der Vereinsvorstand hat allerdings entschieden, den Schritt in die höhere Liga nicht zu machen.

Weshalb? Sportlich haben Sie ja nun während zweier Saisons gute Leistungen erbracht.

Es stimmt, aus sportlicher Sicht ist es schade. Aber es gibt noch andere Faktoren. Einerseits wäre in der 1. Liga mehr Aufwand nötig und einige Spieler können aus beruflichen Gründen nicht mehr Aufwand betreiben.

Und andererseits?

Andererseits ist es auch eine Frage des Geldes. Neuzuzüge kosten wegen der Ausbildungsentschädigungen viel Geld und der Spielbetrieb mit weiteren Reisen und höheren Schiedsrichtergebühren in der 1. Liga wäre einiges teurer. Der finanzielle Aufwand wäre momentan deshalb zu gross. Wir sind schon jetzt das einzige Team in der 2. Liga, bei dem die Spieler keine Entschädigungen erhalten und an sämtliche Auswärtsspiele mit dem Privatauto anreisen.

Ist ein Aufstieg mittelfristig ein Thema?

Der Verein beobachtet auch, wie sich die Liga-Reorganisation bewährt. Vielleicht können wir bis in einem Jahr noch einen Schritt vorwärts machen. Die künftige Strategie wird der Vorstand nach den Play-offs festlegen müssen.

In den Play-offs geht die Finalserie bereits heute Abend los...

... ja, es ist fast schon ein NLA-Spielplan. Wir spielen nun heute und am Samstag. Das Entscheidungsspiel wäre am kommenden Dienstag. Und die Liga-Finalserie würde in einer Woche beginnen. Ich habe mich zu Hause bereits abgemeldet für die nächsten Wochen (lacht).

Als Gegner wartet der EHC Bucheggberg. Rheinfelden hat die Qualifikation gewonnen, Bucheggberg wurde Zweiter. Sind Sie also Favorit?

Die Partie wird wohl sehr ausgeglichen und es wird auch viel davon abhängen, wer die grösseren Kraftreserven hat. In der Qualifikation haben wir auswärts verloren, waren aber nicht komplett. Zuhause spielten wir dann vollzählig und haben gewonnen. Bucheggberg wird sicher hungrig sein – unser Durst ist jedoch auch noch nicht gestillt.

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