Radsport
Tour de Suisse: Im Etappenort Rheinfelden ist man bereit

Der Tour-de-Suisse-Tross kann heranrollen: In Rheinfelden ist man, knapp einen Monat vor dem Start der weltweit viertgrössten Landesrundfahrt, für die Ankunft der dritten Etappe bereit.

Thomas Wehrli
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Rheinfelden ist auch Startort. Am 14.Juni geht es in der Marktgasse los. Archiv

Rheinfelden ist auch Startort. Am 14.Juni geht es in der Marktgasse los. Archiv

Jochen Fillisch (Badische Zeitun

Am 13. Juni werden die rund 160 Profifahrer um 16.01 Uhr (so sie sich an den Fahrplan halten) im Ziel eintreffen – und weiter Vollgas geben. Denn vor dem endgültigen Finish geht es auf zwei 27 Kilometer lange Zusatzschlaufen durch das untere Fricktal.

Diese beiden Runden haben es in sich und bildeten gestern Abend an der Medienkonferenz des lokalen Organisationskomitees denn auch einen der Schwerpunkte. «Ich bin froh, dass ich an der Tour im Auto sitzen kann», sagte Tourdirektor Oliver Senn, selber ein Fricktaler. Die beiden Anstiege auf den Sonnenberg und den Schöneberg «haben es schon noch in sich».

Auch Mathias Frank, einer der besten Schweizer Radprofis, erwartet eine «spannende Etappe». Sie werde die Tour nicht entscheiden, aber sie sei auch nicht einfach zu fahren. Er selber, der 2014 Gesamtzweiter wurde, hat sich viel vorgenommen: «Die Tour de Suisse steht ganz oben auf meiner Liste.»

Die Zusatzschlaufen bringen Rheinfelden und der Region viel Publicity; die letzten eineinhalb Stunden des Rennens werden live im TV übertragen. «Wir haben also die Chance, die Region bekannter zu machen», freut sich OK-Präsident Jörg Schneider – und mit ihm Stadtammann Franco Mazzi. Er erhofft sich vom Anlass einen Werbeeffekt für Rheinfelden als Wohn- und Ausflugsort. Aber auch für das Velofahren sei dies beste Werbung. Mazzi ist überzeugt: «Das Velo wird in den Städten noch an Bedeutung gewinnen.»

Vorerst geht es darum, wer die dritte Etappe und, sechs Tage später, die Tour gewinnt. Auf einen Favoriten mag sich noch niemand festlegen – noch ist nicht klar, wer alles am Start sein wird. Aus Schweizer Sicht erfreulich: Neben Frank ist Fabian Cancellara mit dabei.

Postautos fahren anders

Die Zusatzschlaufen und insbesondere der Zielbereich haben das OK auch verkehrstechnisch gefordert. So müssen die Autobahnausfahrten bei den Durchfahrten kurzzeitig gesperrt werden; so ist die Kantonsstrasse zwischen Kreisel Salmenpark und Abzweigung Magdenerstrasse den ganzen Tag über für den Verkehr gesperrt; so müssen die fünf Postautolinien sowie der Stadtbus am 13. Juni anders fahren.

«Wir unternehmen alles, dass es zu möglichst wenig Störungen kommt», sagt OK-Gesamtkoordinator Daniel Vulliamy. «Ganz ohne Verspätungen wird es aber nicht gehen.» Zudem können einzelne Kursausfälle nicht ausgeschlossen werden. Die Bevölkerung wird über die angepasste Linienführung per Flugblatt orientiert.

Das OK ist überzeugt: Die Einschränkungen zahlen sich aus, denn im Gegenzug gibt es ein unvergessliches Radsporterlebnis. «Ab 14.30 Uhr wird auf der Zielgerade viel los sein», verspricht Schneider. Neben den Zieldurchfahrten gibt es ein breites Rahmenprogramm. Und dann, gegen 17.20 Uhr, werden sich die Fahrer «ein packendes Finale» liefern, glaubt Senn, ein Finale, «aus dem hoffentlich Mathias Frank als Sieger hervorgeht», so der OK-Medienverantwortliche Walter Herzog.

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