Frick
Toni Vescoli begeisterte in Frick mit einer Reise durch sein Schaffen

Trotz seiner 70 Jahre gelingt es dem bekannten Schweizer Songwriter und Altrocker Toni Vescoli nach wie vor mühelos, sein Publikum mitzureissen und restlos zu begeistern. Im Meck in Frick bewies er dies zusammen mit Markus Maggi.

Ingrid Arndt
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Toni Vescoli (rechts) und Markus Maggi begeisterten das Publikum im ausverkauften Meck. ari

Toni Vescoli (rechts) und Markus Maggi begeisterten das Publikum im ausverkauften Meck. ari

Im komplett ausverkauften Meck in Frick gastierte Toni Vescoli gemeinsam mit Markus Maggi. Die beiden Musiker unternahmen gemeinsam mit den Gästen einen Spaziergang durch das musikalische Schaffen
Vescolis, verzauberten mit wunderschönen Balladen, melodiösen Songs, spritzigem Folk, herrlich rhythmischem Blues, mit Rock und Country.

Toni Vescoli war einer der ersten Schweizer Rock’n’Roll-Interpreten. 1962 gründete er die Band «Les Sauterelles». Gemeinsam traten sie im gesamten europäischen Raum auf, produzierten zahlreiche CDs. 1970 starte Vescoli seine Solokarriere, spielt jetzt jedoch wieder mit «Les Sauterelles».

Mehr als 30 Jahre lebte er mit seiner Familie auf Teneriffa, seit 2008 in der Nähe von Zürich. Er schreibt fast alle seine Lieder selbst, auch in Schweizer Mundart. Mit kratzig warmer Stimme sang er, zupfte, rupfte und schlug seine unterschiedlichen Gitarren, spielte dazu auf seiner Mundharmonika.

Markus Maggi war ein kleiner Meister auf Keyboard und Akkordeon, gab dabei noch erfrischend die Ulknudel auf der Bühne. Gefühlvoll zur Begrüssung ein lyrischer Blues auf «Rosi», der Gitarre aus dem Jahr 1928.

Weiter sang und spielte das Duo zarte Liebeslieder, dachten an vergangene Zeiten, erzählte Geschichten aus dem Alltag. Sie holten die feurige «Margaritha» auf die Bühne, brachten südländisches Flair ins verregnete Frick, in furiosem Tempo und mit überschäumender Lebensfreude ging es nach Spanien zu «El Parasito». Die Zuhörer klatschten hingerissen mit und auch die Beine wollten da nicht mehr ruhig bleiben.

Zu hören war der altbekannte Autobahn-Song «Nr.1» oder auch «Bourbon Street». Wie zu Liedermacherzeiten präsentierte Vescoli Hits von Bob Dylan, «Clopfe as Himmelstoor» und den Rolling Stones «Wien nes Blatt im Wind» atemberaubend schön in Schwyzerdütsch gesungen. Dazu gab es kleine Episoden von den alten Pop-Legenden.

Packend der Sound von «Hey Baby, was isch los», Vescoli und Maggi rockten, dass das Podium zitterte, sie waren nachdenklich, leidenschaftlich und unbekümmert. Es war die bunte Mischung ihrer Lieder, mit denen sie altersmässig alle Besucher ansprachen.

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