Sisseln
Titelkämpfe stärken Ruf und Fähigkeit des Kantons Aargau

Der Sissler Traditionsverein der Pontoniere zeichnete sich am Wochenende als Organisator der Schweizermeisterschaft aus. Unter den Ehrengästen war auch Regierungsrat Alex Hürzeler, der findet, dass die Titelkämpfe den Ruf des Kantons gestärkt haben.

Willi Wenger
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OK-Präsident Joachim Wagner zeigt Landammann Alex Hürzeler das Gelände in Sisseln. Heike Grasser

OK-Präsident Joachim Wagner zeigt Landammann Alex Hürzeler das Gelände in Sisseln. Heike Grasser

Die am Wochenende in Sisseln durchgeführten und von 1000 Teilnehmern bestrittenen Schweizermeisterschaften der Pontoniere sind auch von Ehrengästen besucht worden. Landammann Alex Hürzeler war einer von ihnen, der festhielt, dass diese Titelkämpfe den Ruf des Kantons Aargau gestärkt haben.

«Wir haben gezeigt, dass wir fähig sind, grosse Sportereignisse zu inszenieren». Als Sportdirektor und Landammann sei er gerne gekommen, zumal diese Meisterschaften beste Standortwerbung seien. «Für das Fricktal wie für den Kanton».

Hürzeler sagte zudem, dass Sport und Bewegung im Aargau enorm breit aufgestellt seien. Er würdigte das Pontonierwesen, welches im Speziellen am Rhein stark verankert sei. Dem OK des Pontonierfahrvereins Sisseln dankte er für seinen Mut, den Grossanlass zu übernehmen.

Howald: «Armee auch Versicherung»

Zentralpräsident Markus Howald äusserte sich zur bevorstehenden Volksabstimmung im Zusammenhang mit der Aufhebung der allgemeinen Wehrpflicht. Er sprach sich dezidiert für die Beibehaltung des bisherigen Systems aus. «Wir dürfen keine Experimente eingehen, das sind wir dem Land schuldig». Howald, Oberst im Generalstab, sagte, dass die Armee auch eine Versicherung sei, an deren Form nicht gerüttelt werden dürfe. In Bezug der Titelkämpfe lobte er das OK und damit die ausserdienstliche Tätigkeit der Pontoniere. «Wir zeigen hier in eindrücklicher Art und Weise, was unsere Milizarmee auszeichnet, unter anderem die Verankerung in der Bevölkerung». Howald hielt weiter fest, dass Sorge zu den Grundwerten getragen werden müsse und dass ohne die Armee und deren Unterstützung durch den Lehrverband Genie/Rettung die SM in Sisseln nicht hätten durchgeführt werden können. (WWL)

Der Landammann lobte zudem die Eigenschaften der Pontoniere wie beispielsweise Kraft, Geschicklichkeit oder die Wasserkenntnis, gelte es doch dieses unberechenbare Element genau zu kennen.

Hohe Anerkennung sprach er der richtungsweisenden Nachwuchsförderung im Verein aus. «Sie übernehmen hier Verantwortung und stellen eine fundierte Ausbildung sicher». Regierungsrat Alex Hürzeler versprach, sich weiter für den Sport einzusetzen.

Ein schöner Sport

Veranstaltungsleiter Joachim Wagner sagte den Gästen, dass er einen «schönen Sport» präsentieren dürfe. «Heute feiern wir ein Fest mit sportlichen Höhepunkten». Auch er unterstrich die Bedeutung der Sportart und damit die Unterstützung der Armee in Bezug der militärischen Vorbildung.

Im Exklusivgespräch mit der Aargauer Zeitung äusserte sich Gemeindeammann Rainer Schaub lobend über den «grössten Traditionsverein», die Pontoniere. Dieser sei «extrem verankert» und mache immer wieder tolle Werbung für Sisseln.

«Für uns als Gemeinde ist das immer auch eine Chance, sich präsentieren zu können», freute sich Schaub, der die Titelkämpfe als «gigantisch grossen Anlass» bezeichnete. Das ganze Dorf sei auf den Beinen und helfe mit, sagte der Schaub, der sich auch darüber freut, dass sich «die Tradition der Pontoniere auf dem Rhein» zu behaupten vermag.

Die Armee als substanzieller Hauptsponsor «sicherte» im Besonderen die Durchführung der Titelkämpfe. Sie dokumentierte beim Aufbau der Infrastruktur die Kernkompetenz der Pontoniere. Sie wird auch beim Rückbau wiederum unverzichtbare Arbeit leisten.

Militär war prominent vertreten

Das Militär war denn auch prominent vertreten, unter anderem durch Brigadier Jaques Rüdin, Kommandant des Lehrverbandes Genie/Rettung.

Weitere Stabsoffiziere, unter ihnen Kreiskommandant Rolf Stäuble, zeigten ebenfalls ihr grosses Interesse. Chefadjudant Peter Morgentahler, der höchste Unteroffizier der Genie- und Rettungstruppen, sagte, dass die Genie UOS/RS 73 aus Brugg im Grosseinsatz beim Einrichten der Wettkampfanlage am schweizerischen und deutschen Ufer gestanden sei.

Im Rahmen einer Besichtigung der verschiedenen Parcours wurde deutlich, wie anspruchsvoll die Sportart ist. Die Gäste waren beeindruckt, als sie sahen, wie konditionsstark die Sportler sein müssen.

Es waren Titelkämpfe «an der schönsten Lage in Sisseln», wie es OK-Präsident Joachim Wagner formulierte. Sie dokumentierten, dass auch eine Randsportart sehr faszinierend sein kann.