Das kleine Grüppchen, das am Samstag mit selbstgebastelten Plakaten vor dem Zelt des Circus Nock protestierte, zählte gerade mal fünf Personen, Nancy Holten inbegriffen. Erwartet hatte die Tierschützerin eigentlich etwa ein Dutzend.

Glocken-Nancy demonstriert gegen Tierhaltung im Zirkus

Glocken-Nancy demonstriert gegen Tierhaltung im Zirkus

Ihrem Kampfwillen tut dies aber keinen Abbruch: «Je weniger Leute einen Zirkus mit Tieren besuchen, desto eher können wir diese zum Umdenken bewegen», begründet die überzeugte Veganerin ihre Aktion gegenüber den Reportern von Tele M1. Sie gesteht dem Circus Nock immerhin zu, seine tierischen Artisten anständig zu halten.

Vorwurf der Sklaverei

Davon konnte sich die Holländerin in Frick gleich selbst überzeugen. Und dennoch bleibt sie dabei: Tiere gehören nicht in den Zirkus. «Eine Pferdeherde, die über die Weide gallopiert – das ist ein Bild für die Götter», sagt sie nachdenklich vor dem Gehege eines Zirkuspferds. Die Haltung von Zirkustieren sei Sklaverei.

Franziska Nock bleibt bei der Begegnung mit der Aktivistin gelassen. Den Vorwurf der Sklaverei lässt sie jedoch nicht auf sich sitzen. «Sklaven wurden ausgepeitscht. Mit den Tieren macht man sowas nicht», so die Zirkusdirektorin. Für sie entspricht ein Zirkus ohne Tiere nicht einem traditionellen Zirkus.

Nach den Glocken die Tiere

Nancy Holten sorgte in der Vergangenheit mit ihren Forderungen immer wieder für Aufsehen. Zuerst kämpfte sie mit einer Lärmklage gegen das Morgengeläut der Kirchenglocken in ihrer Wohngemeinde Gipf-Oberfrick, dann forderte sie auf Facebook ein Glockenverbot für Kühe. Ihre Protestaktion gegen den Einsatz von Tieren im Zirkus sieht sie als Erfolg und will damit auch in Zukunft weitermachen. (cze)

Kuhglocken sind für Nancy Holten Tierquälerei

Kuhglocken sind für Nancy Holten Tierquälerei.

Nancy Holten will den roten Pass

Nancy Holten will den roten Pass.