Gipf-Oberfrick
Tierquäler werfen mit Steinen und Flaschen nach Pferden

Ein Pferd trug eine schwere Verletzung davon, als Unbekannte bei einem Stall in Gipf-Oberfrick mit Steinen und Flaschen nach den Tieren warfen. Die Polizei geht von einem Vandalenakt von Nachtbuben aus.

Walter Christen
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Blutende Wunde: Pferd in Gipf-Oberfrick mit verletztem Bein.

Blutende Wunde: Pferd in Gipf-Oberfrick mit verletztem Bein.

AZ

Zurzeit sind vier Pferde in einem Freilaufstall im Gebiet Oberebnet in Gipf-Oberfrick untergebracht. Es handelt sich um drei Vollblut-Araberstuten und um ein Connemara-Pony. Sie bewegen sich frei im Stall, auf dem befestigten Vorplatz oder auf dem grossen Allwetterschnitzelplatz und haben stets Zugang zu Heu und Wasser. Wenn es die Witterung erlaubt, ist die ganze Gruppe während der warmen Jahreszeit über Nacht auf der grossen Weide.
«Am Wochenende müssen Unbekannte nachts faustgrosse Steine in den Schnitzelplatz oder auf die Pferde geworfen haben, dann noch eine Wein- sowie zwei Bierflaschen, wovon die eine zerschlagen war», erfuhr die az Aargauer Zeitung von der Pferdebesitzerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. «Wir können davon ausgehen, dass bei den Tieren Panik ausgebrochen sein muss.

Dabei hat sich die tragende Fuchsstute am rechten Hinterbein schwer verletzt. Die offene Wunde blutete noch, als wir am Morgen in den Stall kamen. Ausserdem war das Sprunggelenk sehr stark angeschwollen. Das Pferd wurde sofort tierärztlich betreut, denn es stand immer noch unter Schock», schilderte die Besitzerin die Ereignisse.
500 Franken, wer die Täter nennt
Bei der Kantonspolizei in Frick wurde eine Strafanzeige eingereicht und eine Belohnung von 500 Franken für die Eruierung der Täterschaft ausgesetzt. Die az Aargauer Zeitung erkundigte sich beim Polizeikommando in Aarau über den Stand der Ermittlungen: «Nach ersten Erkenntnissen dürfte es sich um einen Vandalenakt von Nachtbuben gehandelt haben. Über die Täterschaft gibt es derzeit noch keine Anhaltspunkte», so die Auskunft von Mediensprecher Bernhard Graser.
Verletzte Stute trächtig
Wie die Pferdebesitzerin weiter erklärte, war die verletzte Stute Anfang dritten Monat tragend. «Bleibt zu hoffen, dass es durch diesen Schock nicht zu einem Abort gekommen ist, was jedoch in den ersten Monaten der Trächtigkeit bei Pferden sehr gut möglich wäre.»

Um das gepeinigte Tier nicht noch mehr zu stressen, wird auf eine klärende Ultraschalluntersuchung bis zur vollständigen körperlichen Erholung vorerst verzichtet. «Erst dann wird es auch möglich sein, den reinen finanziellen Schaden beziffern zu können, der sich jedoch mit Bestimmtheit in der Höhe von einigen tausend Franken bewegen wird. Wir hoffen, dass die Täterschaft durch Hinweise aus der Bevölkerung ermittelt werden kann.»