Möhlin
Tiefgarage beim Gemeindehaus oder doch unter der Allmend?

Die Platzierung des Parkhauses bewegt die Gemüter bei der Zentrumsplanung. Bei der Tiefgarage sowie bei der Platzgestaltung sind sich auch die politischen Parteien noch nicht einig geworden.

Walter Christen
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Beim Gemeindehaus Möhlin (links) ist auf dem Areal der beiden rechts sichtbaren Häuser im Rahmen der Zentrumsplanung eine neue Überbauung vorgesehen.

Beim Gemeindehaus Möhlin (links) ist auf dem Areal der beiden rechts sichtbaren Häuser im Rahmen der Zentrumsplanung eine neue Überbauung vorgesehen.

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Mit der Planung eines Zentrums rund um das Gemeindehaus befasst sich die Gemeinde Möhlin, die damit ihre Bedeutung unterstreichen möchte: Restaurants, Büros, Ateliers, Praxen, private und öffentliche Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe sowie weitere publikumsorientierte Nutzungen und Wohnungen sollen das Zentrum künftig aufwerten und stärken.

Der Gemeinderat liess für die Zentrumsentwicklung im Jahr 2012 eine Testplanung durchführen, auf deren Basis ein Masterplan entworfen und im Mai dieses Jahres verabschiedet wurde.

In der neu geschaffenen Zentrumszone sind bei der Teiländerung des Bauzonen- und Kulturlandplans mit Bau- und Nutzungsordnung diverse Anpassungen vorgesehen. Unter anderem sollen die Anlagen zur Anlieferung und der Parkierung so ausgeführt werden, dass sie als Gemeinschaftslösung dienen. Angedacht ist die Realisierung von unterirdischen Fahrzeugabstellflächen.

Nach Abschluss des Mitwirkungsverfahrens und der kantonalen Vorprüfung liegen die Entwürfe der Planung noch bis zum 29. Oktober im Gemeindehaus (Abteilung Bau und Umwelt) öffentlich auf.

Mitwirkung mit 40 Eingaben

Im Rahmen der Mitwirkung sind insgesamt 40 Eingaben erfolgt, von denen sich deren 21 mit der Parkierung/Tiefgarage befassen. Dabei ist vor allem der Standort eine wichtige Frage: Soll eine (neue) Autoeinstellhalle beim Gemeindehaus realisiert werden oder doch unter der Allmend?

«Noch nicht ausgereift ist nach Ansicht der SVP Möhlin die Parkplatzsituation. Die Erstellung einer öffentlichen Tiefgarage und damit die Verschiebung der Fahrzeuge in den Untergrund ist aber zu begrüssen», liess die Partei verlauten. Aus Sicht der SP Möhlin muss das Vorhaben noch weiterverfolgt werden.

Die FDP hielt in ihrer Stellungnahme unter anderem fest, dass eine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt werden muss für die Platzgestaltung. Die Baukommission Möhlin plädiert für die Anordnung der Einstellhalle im Bereich der Allmend, weil dort keine teuren Umbau- und Abbrucharbeiten vorgenommen werden müssten. Von weiteren privaten Mitwirkenden wurden die Vor- und Nachteile der verschiedenen möglichen Parkhausstandorte ebenfalls aufgelistet.

Kredit für die Parkhausplanung

Gemeindeammann Fredy Böni zog aus den eingetroffenen Mitwirkungsbeiträgen den Schluss, dass die Absicht für die Zentrumsplanung unbestritten ist.

Aber bezüglich des Parkhauses muss eine genaue Abklärung erfolgen: «Wir beantragen einen Projektierungskredit von 145 000 Franken an der Gemeindeversammlung vom 27. November, damit die verschiedenen Projekte beziehungsweise Standorte einander gegenübergestellt werden können.»