Laufenburg

Theaterpremiere: Viel Wirbel um den geheimnisvollen Aktenkoffer

Szene aus «Bevor der Tag sich neigt». ari

Szene aus «Bevor der Tag sich neigt». ari

Das Wisa-Theater hat die Premiere des Kirminalstücks «Bevor der Tag sich neigt» gemeistert. Es handelt sich um ein Spiel um reichlich mysteriöse Geschehnisse, um Erpressung und teils eine etwas unsaubere Vergangenheit.

Premierenatmosphäre in der Laufenburger Schüüre: das Ensemble des Wiwa-Theaters zeigte die Uraufführung des Kriminalstückes «Bevor der Tag sich neigt» von Martin Willi, der gemeinsam mit Franziska Ebner auch Regie führte. Martin Willi, schrieb schon mehr als 60 eigene Theaterstücke oder schrieb sie um in Schweizer Mundart. Er ist künstlerischer Leiter des Wiwa-Theaters. «Bevor der Tag sich neigt» ist ein Spiel um reichlich mysteriöse Geschehnisse, um Erpressung und teils eine etwas unsaubere Vergangenheit der handelnden Personen, die natürlich unfreiwillig, jedoch nicht ohne Humor ans Tageslicht befördert wird.

Zum Inhalt: Mit müden, schleppenden Schritten und reichlich verwuselt kommt am späten Vormittag Kunstmaler Moritz Bircher (Roland Dinkel) in das Atelier seiner Dachwohnung. Er hat schlecht geschlafen, ist eben erst aufgestanden. Lustlos betrachtet er den Tag, sein Bild auf der Staffelei und das Leben überhaupt. Wie immer soll ein Glas Rotwein helfen – doch mit wenig erkennbarem Erfolg.

Der Tag wird aktionsreich

Als kurz darauf sein Nachbar Christoph (Rainer Ackermann) etwas frischen Wind in die lähmende Trägheit bringt und einen schwarzen, abgeschlossenen Aktenkoffer bei Moritz zur Aufbewahrung abgibt, zeigt der Kunstmaler wenig Begeisterung für diese Mission. Zumal danach ständig das Telefon klingelt, sich aber niemand meldet.

Weder sein munteres Aktmodel Angelina (Aileen Lakatos) noch seine schöne, jedoch verheiratete Geliebte Veronika (Petra Obrist) können ihn aus seiner Weltschmerzstimmung erlösen, inspizieren darum mit viel Neugierde intensiv den schwarzen Koffer. Bevor der Tag sich neigt, werde Moritz schon erfahren, was es mit dem Innenleben des Corpus Delicti auf sich habe, hat Nachbar Christoph geheimnisvoll gemeint. Das alles spukt nun dem Mittvierziger durch den Kopf. Doch dann geht alles sehr schnell. Ein Einbrecher überfällt beide, fesselt und knebelt sie, entwendet den Aktenkoffer. Erst Tante Klothilde (Franziska Ebner) kann beide befreien. Wie aber kann man den Koffer wieder zurückbeschaffen?

Polizei kommt nicht infrage, Veronika als öffentliche Person darf nicht in Verruf kommen. Bleibt also nur noch der reichlich undurchsichtige Detektiv Jimmy Nobody (Lukas Bannier). Bei dessen Ermittlungen taucht immer wieder der Name der Baronin von Waggershausen auf und Veronikas Ehemann Marcel, diesem blutleer gewordenen Lehrer, wie seine Frau, die Stadträtin, findet.

Augenzwinkernd wird selbstverständlich am Ende das Geheimnis um den Aktenkoffer gelüftet, gleichzeitig mit einigen unschönen schwarzen Flecken einiger Akteure auf ihren anfänglich geglaubten blütenreinen Westen. (ari)

Aufführungen in der Schüüre Laufenburg: 13.11., 20 Uhr; 16.11., 20 Uhr; 17 11., 10 Uhr, Matinee; 20.11., 20 Uhr; 22.11., 20 Uhr; 30.11., 20 Uhr.

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