«Stücke mit einer reinen Frauenbesetzung haben bei uns Tradition», erklärt Martin Willi, Betriebsleiter der Laufenburger Kultschüür, welche die Bühne für die Produktionen des hauseigenen Ensembles vom Theater Wiwa bietet. Beim neuen Stück handelt es sich um die fünfte von bislang 27 Aufführungen ausschliesslich mit Frauen. Einige davon waren Kriminalstücke, so auch «Acht Frauen», womit es sich laut Willi um die «Fortsetzung zweier Traditionen» handelt.

Das Theaterensemble hat sich mit dem neuen Stück die Latte hochgelegt. Das weiss auch Martin Willi. «Mit der Aufführung kann man natürlich verlieren», sagt er anlässlich einer ersten Vorstellung vor der Presse. Verlieren deshalb, weil «Acht Frauen» durch die Verfilmung von Francois Ozon im Jahr 2002 bekannt geworden ist und seither weltweit auf den Bühnen gezeigt wird. Martin Willi ist aber überzeugt, «dass wir das Publikum begeistern können». Dafür haben er, das Ensemble und die vielen helfenden Hände im Hintergrund keine Mühe gescheut. Die Kostüme, Frisuren und Requisiten entsprechen dem Zeitgeist vom Jahr 1955, in dem das Stück spielt. «Es war uns wichtig, dass das alles stimmt», sagt Willi. Eine Herausforderung an die Technik bestand im Bühnenaufbau. Denn zum ersten Mal wird eine zweite, mit einer Treppe verbundene Ebene errichtet.

Auf der Bühne stehen fünf Frauen, die schon mehrmals beim Theater Wiwa aktiv mitgewirkt haben: Petra Sonder, auch Präsidentin des Vereins «Kultschüür», Kelly Schnetzler, Monika Schnetzler, Christina Dapp-Zapf und Lara Essig. Romy Deiss, Gaby Lampert und Barbara Weber verfügen zwar über Schauspielerfahrung, sind aber zum ersten Mal in Laufenburg dabei. Martin Willi führt Regie – und er ist auch für die schweizerdeutsche Bearbeitung des Theaterstückes verantwortlich. Regieassistentin ist Regina Erhard, das Bühnenbild gestalten Steffen Ehrhardt und Fabian Willi. Renate Lakatos ist für die Kostüme und Requisiten, Doris Krebs für die Maske zuständig.

Dunkle Geheimnisse

Bei «Acht Frauen» handelt es sich um eine Komödie auf einem abgelegenen Landsitz im weihnachtlich verschneiten Frankreich, die in ein Kriminalstück kippt. Eine Grossfamilie trifft sich zur Ferienzeit, um die Festtage miteinander zu verbringen. Doch der Herr des Hauses ist tot, ermordet. Da sich zur Zeit des Mordes nur Frauen im Haus befinden, kann nur eine von ihnen die Täterin sein. Die familiäre Idylle wird zur psychischen Zerreissprobe.

Dunkle Geheimnisse stossen ans Tageslicht, denn jede der acht Frauen hat etwas zu verbergen. Das Psychospiel endet in einem Showdown, denn die Damen wollen die Mörderin unter ihnen selbst entlarven.

Das Theater Wiwa spielt insgesamt zehn Vorstellungen des Stücks «Acht Frauen». Premiere ist am Freitag, 17. März, die letzte Vorstellung findet am Sonntag, 9. April, statt.