Effingen

Tempo-30-Zonen sollen die Verkehrssicherheit und die Wohnqualität steigern

Mögliche Tempo-30-Zonen in Effingen

Mögliche Tempo-30-Zonen in Effingen

Das Thema Verkehrssicherheit beschäftigt in Effingen. Nun wird die Einführung der Tempo-30-Zonen auf Wunsch der Bevölkerung erneut geprüft. Dass Handlungsbedarf besteht, stellt niemand in Frage.

Das Verkehrsnetz in der Gemeinde Effingen hat einige Schwachstellen. Das zeigte eine Informationsveranstaltung am Dienstagabend im Gemeindehaus: Seien es unvorsichtige Fussgänger zwischen den beiden Busshaltestellen, Raser auf den Quartier-strassen oder unübersichtliche Abschnitte in der Dorfstrasse.

Mit der Einführung von Tempo-30-Zonen in Siedlungsgebieten könne zwar die Verkehrssicherheit erhöht, der Durchgangsverkehr hingegen nicht gemindert werden, sagte Raumplaner Thomas Belloli. Für die Einführung brauche es zuerst ein Gutachten, in dem das Sicherheitsdefizit aufgezeigt, Ziele formuliert und Massnahmen definiert werden. Gibt die kantonale Fachstelle grünes Licht, können die Tempo-30-Zonen realisiert werden.

Kosten bis zu 60000 Franken

Für eine kleine Gemeinde wie Effingen koste die flächendeckende Einführung auf Quartierstrassen zwischen 30000 und 60000 Franken, so Belloli. Entscheidend sei, ob neben der Signalisation noch bauliche Massnahmen nötig seien. Im Gegensatz zu Begegnungszonen mit Tempo 20 seien die Anforderungen für Tempo 30 weniger hoch, sagte Gemeindeammann Ruedi Schär. «Wenn die Gemeinde will, erstelle ich gerne ein Gutachten, das beim Kanton durchkommt», sagte der Raumplaner.

Auch die Wohnqualität soll steigen

Der Gemeinderat sammelte bei den Anwesenden Gründe für und gegen Tempo 30. Im Zentrum stand die Sicherheit für Kinder und Erwachsene sowie die höhere Wohnqualität. «Muss eigentlich zuerst ein Kind plattgefahren werden, bevor die Strasse sicherer wird?», fragte ein Stimmbürger. Die Dorfstrasse entpuppte sich als besonders gefährlicher Strassenabschnitt. «Wie viel Zeit verliere ich, wenn ich mit 30 statt 50 Stundenkilometer durch die Dorfstrasse fahre?», fragte ein anderer Mann.

Der Handlungsbedarf wurde kaum von jemandem infrage gestellt. In Effingen könnte die Einführung möglicherweise ohne grosse bauliche Massnahmen erfolgen, was sich positiv auf die Kosten auswirken würde, so Belloli. «Es braucht aber breite Unterstützung aus der Bevölkerung, sonst kommen die Tempo-30-Zonen nicht», mahnt Gemeinderat Jan Gerschler, zuständig fürs Ressort Strassen. Der Gemeinderat werde das Thema weiter prüfen. «Euer Anliegen ist unser Auftrag», fasste Gemeindeammann Schär den Abend zusammen.

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