Laufenburg

Tausende Besucher genossen die Sonne an der Herbstmesse

Die 71. Hela dürfte als eine der sonnigsten in die Geschichte eingehen. Das Kaiserwetter lockte denn auch Tausende nach Laufenburg. Die Herbstmesse wusste die Besucherinnen und Besucher mit einem vielfältigen Angebot zu überzeugen.

Schon am Freitag zeichnete sich ab, dass die Herbstmesse in Laufenburg (Hela) nicht unbedingt ein rundes Jubiläum wie vor einem Jahr braucht, um ihrem Ruf als eine der vielseitigsten, unterhaltsamsten und informativsten Veranstaltung in der Region gerecht zu werden – trotz der Grossbaustelle an der Hauptstrasse. Von der war an den Hela-Standorten zwischen Burgmatt und Stadthalle indes wenig zu spüren. Die Verkehrsregelung war gut gelöst, die Passanten wurden beim Überqueren der Strasse gelotst.

Die Baustelle hielt niemanden fern

Nach der Eröffnungsfeier am Freitag mit den Festrednern Stadtammann Herbert Weiss, Bürgermeister Ulrich Krieger von deutscher Seite, Hela-Präsident Raffael Blaser und René Leuenberger, Vizepräsident von Gewerbe Region Frick-Laufenburg, nahm die Hela erstmals richtig Fahrt auf. Raffael Blaser hatte an der Eröffnung noch die Hoffnung ausgesprochen, dass sich die Besucher nicht von der Baustelle abschrecken lassen. Seine Hoffnung wurde erfüllt: Gemessen an dem Publikumsandrang hielt die Baustelle offensichtlich niemanden ab, der Hela einen Besuch abzustatten. Was auch Blaser nicht entging. «Es läuft durch und durch gut, wir sind sehr zufrieden», lautete seine Bilanz am Sonntagmorgen. «Wir haben sehr viele Besucher, was sicher auch am Wetter liegt.»

50 Aussteller, 100 Marktstände und viel Kulinarik

Die aus seiner Sicht «gute Resonanz» war auf dem ganzen Gelände zu spüren – insbesondere in der Gewerbeausstellung bei und in der Stadthalle. Tatsächlich stiessen die Stände der 50 Aussteller an allen drei Tagen auf grosses Interesse, es war ein Kommen und Gehen. Das Gros der Aussteller stammte aus der Region Fricktal, hinzu kamen Teilnehmer aus Deutschland, Zürich und dem Tessin, einer war sogar aus Südtirol angereist.

Der Gang von der Burgmatt zur Stadthalle war von rund 100 Marktständen gesäumt. Da fehlte nichts, was das Herz begehrt. Von Süss bis Deftiges, vom Magen- bis zum Knoblauchbrot gab es alles, was zu einer ordentlichen Herbstmesse gehört. Knallgelbe Marsupilamis aus Stoff oder wärmende Murmeli-Salbe waren der Hit oder machten wenigstens neugierig. Etwas zu lernen gab es auch: Ein Aussteller kehrte die Erkenntnis, ein Apfel am Tag halte den Arzt fern (englisch: «An apple a day keeps the doctor away»), so um: «A Haggfleischkiechli a day keeps the doctor away». Jeder nach seiner Fasson also, Hauptsache man schaut hin oder kauft besser ein.

Kulinarisch und kulturell stand die 71. Hela auf breiten Füssen. Die 16 Festbeizen hielten einen exklusiven Magen-Fahrplan bereit. Die Auswahl reichte von Egli-Filets im Bierteig, Risotto in Varianten, Tessiner Plättli, Schweinesteak, Mistkratzerli vom Grill bis hin zu Schnitzelweggen, nachzuspülen mit Vollmond- oder Rumorbier, wer es lieber vornehm hatte, landete beim Cüpli.

Jongleur sorgt für Spektakel

Vom Feinsten war auch das Programm auf der Showbühne Burgmatt. Dort traten unter anderem Heartbeat aus Wölflinswil, der Karate-Club Laufenburg, Morena, das Tambourencorps Laufenburg, die Stadtmusik Laufenburg, Svenja Gfeller, Melanie Zwahlen und die Volkstanzgruppen Elfingen und Laufenburg-Sulz auf. Am Samstag zeigte Jongleur Daniel Hochsteiner eine superbe Strassenshow, während an der Stadthalle ein ums andere Mal ein Helikopter landete oder abhob. Auch diese Rundflüge über Laufenburg kamen gut an.

Hinzu kam am Sonntag das internationale Drehorgeltreffen und, sozusagen als Tüpfelchen auf dem i, der Apfelmarkt auf deutscher Seite.

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