Laufenburg
Swisslos-Fonds unterstützt Sanierung der Kirchenmauer mit 70000 Franken

Die Sanierung der Kirchenmauer in Laufenburg ist eines von 29 Projekten, das vom kantonalen Swisslos-Fonds finanziell unterstützt wird. Der erste Teil der Sanierung ist bereits erfolgt, im kommenden Jahr sollen nun die Kasematten abgedichtet werden.

Marc Fischer
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Die Kirchenmauer wurde bereits saniert und mit einem Gitter gesichert. mf

Die Kirchenmauer wurde bereits saniert und mit einem Gitter gesichert. mf

Eine freudige Nachricht erreicht die römisch-katholische Kirchgemeinde Laufenburg kurz vor Weihnachten: Der Regierungsrat hat zugesichert, die Sanierung der Bruchsteinmauer und die Abdichtung der Kasematten mit 70000 Franken aus dem Swisslos-Fonds zu unterstützen.

Die Sanierung wurde nötig, nachdem vor rund zwei Jahren ein Teil der Bruchsteinmauer unterhalb der römisch-katholischen Kirche eingestürzt war. Im Laufe der Zeit war Wasser in zwischen Mauerschale und Mauerkern eingedrungen und schliesslich unter Frosteinwirkung geborsten.

Ein erster Teil der Sanierungsarbeiten wurde inzwischen in Zusammenarbeit mit der Kantonalen Denkmalpflege ausgeführt und die Mauer gesichert. «Das Geld aus dem Swisslos-Fonds fliesst aber erst, wenn das gesamte Projekt abgeschlossen ist», erklärt Roland Schnetzler, der Präsident der Kirchenpflege auf Anfrage, «wir haben das Gesuch aber absichtlich frühzeitig eingereicht.»

Kasematten im Fokus

Der zweite Teil des Projektes soll laut Roland Schnetzler im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Es gehe nun darum, die Kasematten abzudichten. Die Kasematten sind ein unterirdisches Gewölbe und Teil der Laufenburger Stadtbefestigung. Sie befinden sich in der Stadtmauer, die an jener Stelle auch als Kirchenfundament dient, und sind begehbar. Die Wehranlage hatte schon zu Zeiten des Dreissigjährigen Krieges (1616–1648) Bestand.

«Der Kiesbelag des Weges, der an der Kirche vorbeiführt, muss abgetragen werden. Anschliessend werden die Kasematten abgedichtet», erläutert der Kirchenpflegepräsident. Dies werde voraussichtlich mit einer Folie geschehen. Gemäss den Ingenieuren könne so 95 Prozent des Wassers, das vom Schlossberg abfliesst von den Kasematten ferngehalten werden.

«Eine komplette Abdichtung ist beim felsigen Untergrund nicht möglich», weiss Roland Schnetzler, «aber mit dieser Massnahme können wir verhindern, dass es in den Kasematten weiterhin tropft.»

Dies diene einerseits zur weiteren Sicherung der Bruchsteinmauer und sorge andererseits dafür, dass das unterirdische Gewölbe besser begeh- und nutzbar sei.

Verteilschlüssel suchen

Derzeit wird das Projekt fertig ausgearbeitet. Es soll im nächsten Jahr umgesetzt werden. Noch ausstehend ist laut Roland Schnetzler der endgültige Verteilschlüssel für die Kosten. Der erste Teil der Sanierung hat bereits rund 130000 Franken gekostet, für das Gesamtprojekt rechnet der Kirchenpflegepräsident mit Kosten von rund 450000 Franken. «Dank der Zusage des Swisslos-Fonds und Subventionen Bund, Kanton, Landeskirche und Stadtkönnen wir zum jetzigen Zeitpunkt mit Zuschüssen von rund 180000 Franken rechnen», so Roland Schnetzler.

Er werde nun das Gespräch mit den Verantwortlichen von Stadt und Ortsbürgern suchen. Der Präsident der Kirchenpflege hofft dabei auf weitere Unterstützung. Schliesslich seien Mauer und Gewölbe eher zufällig im Besitz der Kirchgemeinde und hätten eher einen Nutzen im Bereich des Tourismus.