Laufenburg/Kaisten

Swissgrid signalisiert Hilfe bei der Suche nach Umnutzung

Laufenburg soll eine Stromregion bleiben

Laufenburg soll eine Stromregion bleiben

Der Entscheid, das Fricktal zu verlassen, wurde von Swissgrid am Donnerstag in Gesprächen mit Laufenburg und Kaisten bekräftigt. Das Unternehmen signalisierte aber Hilfe im Bestreben, neue Nutzer zu finden.

«Swissgrid hat Verständnis für die Anliegen der Gemeinden und ist bereit, sie bei der Suche nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für das Areal zu unterstützen - mit dem Ziel, die Stromgeschichte der Region Laufenburg weiterzuschreiben. Swissgrid plant zudem, die Bevölkerung im Fricktal zu sich einzuladen, um über ihre Aufgaben, Herausforderungen und den Standortwechsel zu informieren», heisst es unter anderem in der Medienmitteilung der nationalen Netzgesllschaft, die ab 2013 Eigentümerin des schweizerischen Übertragungsnetzes ist.

«Konkrete Ideen gibt es noch nicht, aber wir werden unser grosses Beziehungsnetz anzapfen. Bis 2016 bleiben ja noch vier Jahre Zeit», präzisiert Mediensprecherin Silvia Zuber auf Nachfrage der az Aargauer Zeitung die Passage in der Medienmitteilung. Das Gespräch - am Tisch sassen Verwaltungsratspräsident Peter Grüschow, CEO Pierre-Alain Graf, der Kaister Gemeindeammann Josef Amsler, sowie als Laufenburger Delegation Rudolf Lüscher, Herbert Weiss, Carlo Alfano und Walter Marbot - sei in einer konstruktiven Atmosphäre geführt worden.

«Argumente ausgetauscht»

Der Laufenburger Stadtammann Rudolf Lüscher fasst das Gespräch nüchterner zusammen. «Die Argumente wurden ausgetauscht und Swissgrid hat den Wegzug nach Aarau noch einmal bekräftigt.» Die beiden Gemeinden hätten nochmals darauf gepocht, Bewährtes nicht aufzugeben und die Arbeitsplätze und die lange Geschichte angeführt. Ohne Erfolg. Auch gegenüber der az bekräftigte Silvia Zuber gestern: «Der Standortentscheid ist gefallen.»

Sie begründete den Entscheid mit den stets steigenden Ansprüchen an Swissgrid, in Bezug auf Sicherheit, Personal und Gebäudeeffizienz. Um all diese Punkte zu erfüllen, seien längerfristig so oder so Investitionen nötig, so Zuber weiter. «Wir haben uns für einen gemeinsamen Standort entschieden, damit die Teams besser zusammenarbeiten können. Dieser Entscheid ist auf Aarau gefallen.»

Zwar sei es positiv so Lüscher weiter, dass die Stromgeschichte in Laufenburg weitergeschrieben werden solle. «Derzeit ist meine Gefühlssituation jedoch unverändert. Der Wegzugsentscheid bleibt ja bestehen.» Die beiden Gemeinden werden sich nun intensiv mit dem weiteren Vorgehen befassen. «Es wird sicher weitere Gespräche geben», erklärten Lüscher und Zuber unisono. Lüscher betont aber auch: «Die Petition für den Verbleib von Swissgrid läuft weiter.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1