Zeihen

Suva dreht Werbespot im Fricktal

Ein Tag lang war die Produktionshalle ein Filmstudio.Bild: zvg

Ein Tag lang war die Produktionshalle ein Filmstudio.Bild: zvg

Häseli Holzbaulösungen AG in Zeihen wurde zur Kulisse für den Präventionsspot zum Thema Arbeitssicherheit.

Die Anfrage kam überraschend: Vor ein paar Wochen läutete bei der Häseli Holzbaulösungen AG in Zeihen das Telefon. Man drehe einen neuen Präventions-Werbespot für die Suva, sagte der Produzent, und für eine der vier Szenen wäre die lichtdurchflutete Produktionshalle des Unternehmens als Kulisse ideal. Ob man die Halle wohl einen Tag lang «ausleihen» könne?

Thomas und Karin Häseli, die Inhaber des Unternehmens, erfuhren in ihren Ferien von der Anfrage. «Unser Sohn rief uns an und fragte, was er antworten solle», erzählt Karin Häseli. Das töne spannend, befanden die beiden, und sagten spontan zu. «Auch, weil wir die Sicherheitsspots der Suva für wertvoll erachten», fügt Thomas Häseli an. «Die Unfallprävention ist gerade in Branchen wie der unseren das A und O.»

Nur an eines dachte Thomas Häseli in diesem Moment nicht: Dass die Halle am Drehtag ohne Strom sein wird, denn es war schon lange geplant, die Stromversorgung in der Halle zu erneuern. Das sei kein Problem, hiess es bei der Produktionsfirma, sie hätten für den Notfall eine Notstromgruppe dabei. Diese brauchte es dann nicht, da die Elektriker am Tag vor dem Dreh anrückten und die Halle wieder unter Strom setzten.

Equipe rückte mit mehreren Lastwagen an

Als die Filmtruppe dann am Freitag in Zeihen vorfuhr, staunten die Häselis gleich nochmals. Die Equipe rückte mit mehreren Lastwagen und einem Cateringwagen an, stellte ein Versorgungszelt für die ganze Equipe auf, richtete die Maske ein, baute den KameraTeleskopwagen in der Halle auf. Entsprechend fiel die Szenerie auch im Dorf auf. «Wir wurden seit dem Dreh im Dorf immer wieder darauf angesprochen, was da bei uns eigentlich los war.»

Einer der sieben Kleinlastwagen war ein fahrender Kostümwagen. Aus diesem erhielten auch die drei Lehrlinge von Häseli ihre Kleidung – sie durften in der Szene, in der es wie in den anderen um die Unfallprophylaxe geht, mitspielen. Im Einsatz war auch ein Mitarbeiter als Kranführer. «Das ist für sie eine bleibende Erinnerung», weiss Thomas Häseli. Auch er bekam eine Rolle – allerdings hinter der Kamera. Für eine Einstellung brauchte es Sägespäne, die durch die Luft wirbelten; Häseli produzierte sie kurzerhand.

Thomas und Karin Häseli sind froh, dass sie den Dreh ermöglicht haben. «Es war auch für uns eine ganz spannende Erfahrung», sagt Karin Häseli. «Ich staunte, wie gross der Aufwand für eine Szene ist, die am Schluss im Fernsehen nur wenige Sekunden dauert.» Das Team habe nahezu 12 Stunden lang minutiös gearbeitet, die gleiche Einstellung bis zu 20 Mal gedreht – «so lange, bis der Regisseur zufrieden war». Und für einen Tag war in der Produktionshalle nicht Schweizerdeutsch angesagt, sondern Englisch. «Da einige Mitwirkende aus Grossbritannien stammten, spielte sich das Ganze in Englisch ab.»

Für den neuen Präventionsspot hat die Suva fünf Szenen gedreht, in denen es um die Arbeitssicherheit und die sogenannten «Lebenswichtigen Regeln» geht. Zu sehen sein wird der neue Präventionsspot der Suva ab September im Schweizer Fernsehen.

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Autor

Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

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