Frick

Susanne Hochuli kehrt ans FiBL zurück

Regierungsrätin Susanne Hochuli tauscht sich am Militärinstruktoren-Treffen am FiBL mit FiBL-Direktor Urs Niggli aus.

Regierungsrätin Susanne Hochuli tauscht sich am Militärinstruktoren-Treffen am FiBL mit FiBL-Direktor Urs Niggli aus.

Die Regierungsrätin Susanne Hochuli spricht am Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick zu den Militärinstruktoren – und ruft sie zur Weitsicht auf.

Die rund zwei Dutzend Aargauer Militärinstruktoren dürften sich wohlgefühlt haben in Frick. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) begrüsste sie mit den Klängen des «Feldweibeln Amsler Marschs» aus den Lautsprecherboxen der Aula. Begrüsst wurden sie anschliessend von Andreas Flückiger, Leiter der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz (AMB), bevor Regierungsrätin Susanne Hochuli das Wort ergriff.

«Landwirtschaft liegt am Herzen»

Für die Militärdirektorin war der Auftritt am FiBL eine Rückkehr. «Das Thema Landwirtschaft und speziell die biologische Landwirtschaft liegen mir extrem am Herzen», sagte Hochuli. Vor einigen Jahren amtete sie sogar als Stiftungsrätin des Instituts. FiBL-Präsident war zu dieser Zeit alt Bundesrat Otto Stich. Ein Politiker, den Hochuli gegenüber den Militärinstruktoren als «konsequent und hartnäckig bis zum Umfallen» bezeichnete.

Attribute, die Hochuli zwar bei einem Menschen schätzt, aber: «Ein System riskiert damit, allzu schnell zukunftsblind zu werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich ein System unter- oder überschätzt – an Beidem wird es über kurz oder lang scheitern.» Die Instruktoren würden dieses Spannungsfeld zwischen zu wenig und zu viel aus ihrer militärischen Laufbahn kennen, fuhr Hochuli fort. Sie seien der Beton der traditionellen Systemwerte und gleichzeitig diejenigen, die die Systemgrenzen permanent infrage stellten. «Das ist eine gute Basis, um nicht zukunftsblind zu werden», so Hochuli.

«Das Projekt von Träumern»

Anschliessend war es an FiBL-Direktor Urs Niggli, den Militärinstruktoren sein Institut vorzustellen. 250 Mitarbeitende hätte das 1973 gegründete FiBL mittlerweile. Aus dem Projekt von «Träumern der 68er-Generation» und «Biobauern, die sich der Industrialisierung der Landwirtschaft verweigerten» ist ein Institut entstanden, das international anerkannt ist, so Niggli. Auf dem anschliessenden Rundgang bekamen die Militärinstruktoren einen detaillierten Einblick in die verschiedenen Projekte in Frick. (nbo)

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