Lieferservice

Süsse Versuchung: Wie ein Cupcake vom Mitbringsel zum Lebenstraum wird

Lea Gschwend präsentiert einen verzierten Cupcake und verschiedene Förmchen. zvg

Lea Gschwend präsentiert einen verzierten Cupcake und verschiedene Förmchen. zvg

Sogar die eigenen Hochzeitstorte war ein Cupcake. Jetzt bäckt die Gipf-Oberfrickerin Lea Gschwend Cupcakes auf Bestellung - pro Abend schafft die fleissige Bäckerin bis zu 60 verzierte Küchlein.

Die Geschichte von Lea Gschwend und den Cupcakes ist eine Geschichte mit zwei Anfängen. Einer liegt in der Nähe, in Gipf-Oberfrick. Dort ist sie aufgewachsen. «Und bei uns Hause wurde immer gebacken», sagt sie lachend, «ich habe von meinen Eltern damals viele Tipps erhalten, die mir bis heute geblieben sind.»

Der zweite Anfang liegt weit weg. In New York. Und dies erst noch doppelt. «Vielen Schweizerinnen wurden Cupcakes durch die TV-Serie ‹Sex and the City› bekannt. Obwohl ich die Serie nicht verfolgt habe, habe ich das mitbekommen», so Lea Gschwend. «Als ich dann selber in New York war, habe ich die Cupcakes lieben gelernt.» Die Leckereien, die aussehen wie Muffins und mit einem süssen cremeartigen Topping und Verzierungen dekoriert werden, haben es ihr angetan. So sehr, dass an ihrer Hochzeit eine Cupcake-Torte serviert wurde.

Idee für einen Lieferservice

Obwohl auch ihr Mann Mathias aus dem Fricktal stammt, wohnt das Ehepaar Gschwend mittlerweile in Breitenbach SO. Dort ging die Cupcake-Story weiter. «Ich habe immer wieder Neues ausprobiert. Arbeitskollegen, Freunde und Bekannten waren die ‹Versuchskaninchen›», so Lea Gschwend. Doch schon bald drehten die «Versuchskaninchen» den Spiess um. Wünschten sich die kleinen Leckereien für ihre privaten Feiern. Bestärkten Lea Gschwend darin, einen Lieferservice zu eröffnen.

Mittlerweile hat sie die Idee in die Tat umgesetzt. «Nun bekommen nur noch sehr gute Freunde meine Cupcakes geschenkt», sagt sie lachend. Alle anderen müssen sie nun bei Lea Gschwend oder auf ihrer Website www.versuessung.ch bestellen. Auf diesem Weg können auch Cupcake-Back-Kurse gebucht werden.

60 Cupcakes pro Abend

Oft steht Lea Gschwend mehrmals die Woche in der Küche und bäckt Cupcakes. «60 Stück pro Abend liegen drin, am Wochenende sind 100 Cupcakes pro Tag möglich.» Süsse Kreationen. Nach Rezepten. Auf Wunsch. Nach Lust und Laune. «Mir schmeckt der Klassiker mit Schokoteig und einer ganzen Himbeere drin», erzählt die Bäckerin. Und schwärmt im nächsten Moment von den salzigen Cupcakes, die sie für Apéros herstellt. Sie versuche, ihre Cupcakes fein und schlicht zu halten und immer ein Augenmerk auf Form und Dekoration zu legen, erklärt Lea Gschwend ihre Cupcake-Philosophie.

Und weshalb sind die Leckereien derzeit so beliebt? «Ein Cupcake ist in zwei, drei Bissen verzehrt, da bleibt keine Zeit für ein schlechtes Gewissen», sagt Lea Gschwend schmunzelnd.

Café als Lebenstraum

Bleibt noch die Frage, wie die Geschichte weitergeht. «Derzeit arbeite ich Vollzeit und backe in meiner Freizeit», so Lea Gschwend, «Mathias unterstützt mich als Berater, Manager, Einkäufer, Abwascher und Auslieferer.» Für die Zukunft könnten sich die beiden gut vorstellen, ein Café zu eröffnen – mit Cupcakes und anderen hausgemachten Spezialitäten. Eingerichtet mit restaurierten alten Möbeln, ihrem zweiten Steckenpferd. «Das wäre ein Lebenstraum.»

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