Ärgernis
Sturm verbläst Fricker Markt - Ammann sagt: «So etwas habe ich noch nie erlebt»

Am Montag fegte ein heftiges Orkantief über die Region – verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand, es kam aber zu Sachschäden. Zwischen Eiken und Laufenburg ist zudem die Strasse gesperrt.

Nadine Böni
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Die Marktstände in Frick mussten am Montagnachmittag frühzeitig zusammengepackt werden – weil es zu stark windete. Dennis Kalt

Die Marktstände in Frick mussten am Montagnachmittag frühzeitig zusammengepackt werden – weil es zu stark windete. Dennis Kalt

Dennis Kalt (Krambambuli)

Für Daniel Suter ist es eine Premiere. Seit 20 Jahren sitzt der Gemeindeammann in der Fricker Marktkommission. «Aber so etwas habe ich noch nie erlebt.» Das sagt Suter am Montagnachmittag. Viele der Marktfahrer haben ihre Siebensachen zu diesem Zeitpunkt bereits zusammengepackt – mit Erlaubnis der Marktkommission. «Normalerweise achten wir genau darauf, dass die Stände bis zum Schluss um 18.30 Uhr offen haben. Aber in diesem Fall machten wir aus Sicherheitsgründen eine Ausnahme», sagt Suter.

Fliegende Zuckerwatte

Sturmwarnungen und Böen, die vor allem gegen Mittag immer stärker wurden, liessen die Kommission diesen Entscheid fällen. Das Orkantief «Ruzica» fegte nach Angaben der Meteorologen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 85 km/h über die Region. Da flogen am Fricker Markt nicht nur die Zuckerwatte und einige Windräder davon. Auch ein ganzer Marktstand hielt die Belastung nicht aus: Er wurde einfach weggeblasen. «Die Metallkonstruktion ist völlig verbogen», sagt Suter. «Wir sind einfach erleichtert, dass niemandem etwas passiert ist.»

Obwohl die meisten Marktstände schon frühzeitig zusammenpackten, liessen es sich viele Besucher nicht nehmen, über das Marktgelände zu spazieren. Traditionsgemäss sorgten Guggen am Fasnachtsmarkt für Stimmung. Und Suter zog trotz allem ein halbwegs positives Fazit: «Der Vorteil ist, dass es nicht auch noch regnet. Die Stimmung ist jedenfalls gut, die Gesichter wirken zufrieden.»

«Haldejoggeli» vorzeitig abgebaut

Eine Vorsichtsmassnahme trafen auch die Fasnächtler aus Kaisten angesichts des drohenden Sturms. Am Morgen wurden sie von der Regionalpolizei über die Wettersituation informiert und gewarnt. Vor Mittag begannen sie dann damit, die drei grossen Fasnachtsfiguren Mülleri, Drache und Haldejoggeli an der Strasse abzubauen. «Wir konnten rechtzeitig reagieren, bevor eine der Figuren umgefallen ist», sagt Narrenvater Marco Zaugg.

Für das heutige Narrenlaufen will man in Kaisten die Entwicklung des Wetters genau beobachten. «Wir sind aber positiv eingestellt, dass es stattfinden kann», so Zaugg. Die Fähnchen, die neben den grossen Figuren das Dorf schmücken, liessen die Fasnächtler jedenfalls hängen.

Strasse muss gesperrt werden

Viel zu tun hatte die Regionalpolizei wegen des Sturms. So musste am Nachmittag die Strasse zwischen Eiken und Laufenburg gesperrt werden. «Es sind im Bereich des Hardwalds mehrere Bäume umgestürzt», sagt Werner Bertschi, Leiter der Regionalpolizei Oberes Fricktal. Zu Schaden gekommen ist dabei niemand. Die Strasse blieb allerdings wegen der Räumungsarbeiten über Nacht gesperrt.

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