Sisseln
Strom vom Werkhofdach soll Netz der Elektra speisen

Auf dem grossen Dach des Werkhofs soll für 300000 Franken eine Photovoltaikanlage errichtet werden. Jetzt liegt das Baugesuch in der Gemeindekanzlei Sisseln auf.

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Sonnenstrom künftig vom Sissler Werkhofdach (Teilansicht). chr

Sonnenstrom künftig vom Sissler Werkhofdach (Teilansicht). chr

Ja sagte der Sissler Souverän an der Gemeindeversammlung vom 28. Juni dieses Jahres zu einem Verpflichtungskredit von 300000 Franken für die Erstellung einer Photovoltaikanlage auf dem Werkhofdach.

Photovoltaik am besten geeignet

Auslöser waren das Reaktorunglück im japanischen Fukushima und die dadurch ausgelöste Energiewende hierzulande. Die Verantwortlichen der Elektra Sisseln haben sich folglich Gedanken über die Gewinnung von erneuerbarer Energie gemacht und sind zum Schluss gekommen, dass sich dafür am besten eine Photovoltaikanlage eignen würde.

Aus drei möglichen Standorten aufgrund einer Vorstudie wurde das Dach des Werkhofs Innermatt gewählt. Abklärungen ergaben, dass dort eine Photovoltaikanlage von mindesten 64 bis maximal 72 kWp realisierbar wäre (der Wert Kilowattpeak entspricht der Spitzenleistung eines Solarkraftwerks). Der Strom vom Werkhofdach soll ins Leitungsnetz der Elektra Sisseln fliessen.

Der Gemeinderat ist davon überzeugt, dass die Energiewende nur mit dem Engagement der öffentlichen Hand möglich sein wird. So soll die Anlage auf dem Werkhof während mindesten 30 Jahren im Betrieb sein. Man rechnet mit einer Stromerzeugung von bis zu 70000 kWh (Kilowattstunden) erneuerbarer Energie pro Jahr. Dies würde dem Jahresbedarf von 15 Sissler Haushaltungen entsprechen.

Das Baugesuch liegt noch bis zum 15. Oktober öffentlich auf. (chr)