Frick

Stricken im Altersheim: Die Decken wärmen Menschen im Osten Europas

Nelly Studer und Cécile Kläusel sind seit vielen Jahren in der Strickgruppe.

Nelly Studer und Cécile Kläusel sind seit vielen Jahren in der Strickgruppe.

Jeden ersten Montag im Monat treffen sich im Altersheim Bruggbach Frauen zum Stricken – und zum Plaudern und Geschichten austauschen. Die gestrickten Decken werden in den Osten Europas gebracht, wo sie Bedürftigen verteilt werden.

Es ist ein munteres Grüppchen, welches sich jeden ersten Montag im Monat im Altersheim Bruggbach in Frick zum Stricken trifft. Ältere Frauen aus den umliegenden Dörfern, ab und an auch eine, die im Altersheim wohnt. Gestern haben sie sich erstmals nach den Sommerferien wieder getroffen.

Der soziale Aspekt ist wichtig

Die meisten von ihnen sind seit Jahren in dieser Strickgruppe, die vom Katholischen Frauenbund Frick angeboten wird. Stricken gerät in dieser fröhlichen Runde fast zur Nebensache. Denn wichtig ist der Austausch untereinander. Die Geschichten aus dem Dorf interessieren. Oder das, was «der vom Wetter» gesagt hat. «Der soziale Aspekt, den diese Gruppe hat, ist natürlich sehr wichtig», sagt Leiterin Elisabeth Hänggi-John vom Frauenbund.

Gestrickt werden in dieser Gruppe sogenannte «Plätzli», die umhäkelt und dann zu grossen Decken zusammengefügt werden. Die gestrickten Decken werden der Osteuropahilfe zur Verfügung gestellt. Dieses Hilfswerk bringt die Decken nach Rumänien und in die Ukraine. «Ist doch schön, dass dort dank unserer Decke ein Mensch weniger frieren muss», sagt Nelly Studer, die seit 20 Jahren dabei ist. Jeweils zwischen Oktober und Mai treffen sich die Frauen jeden ersten Montag im Monat.

Auf Restwolle angewiesen

Damit die Gruppe immer genügend Wolle zum Stricken hat, ist sie auf Altwolle-Spenden angewiesen. Wer also zu Hause Wollknäuel hat, die noch zu gebrauchen sind, soll sich bei der Katholischen Frauenhilfe Frick melden (Telefon: 062 871 56 23). (jam)

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