Der Horst auf dem Kupferturm in Rheinfelden wurde am Sonntagabend Kulisse eines speziellen Kampfes.  Wie Stephan Kaiser, Vorstandsmitglied des Natur- und Vogelschutzvereins gegenüber der «Neuen Fricktaler Zeitung» berichtet, haben sich dort zwei Storchen die Köpfe eingeschlagen.

Offenbar war der «Rheinfelder Storch», der seit 2007 im Hort auf dem Kupferturm seine Jungen aufzieht, mit einer neuen Partnerin aus dem Überwinterungsgebiet im Süden zurückgekehrt. Doch in «seinem» Horst sass ein fremder Storch. Darauf packte er den Eindringling kurzerhand mit dem Schnabel am Hals und schmiss ihn mit aller Wucht aus dem Nest. «Störche bleiben ihrem Horst treu. Ist ein fremder Storch darin, liefern sie sich Kämpfe», sagt Kaiser.

Schon am kopulieren

Weil Weissstörche wegen der Winterfütterung in der Storchenstation Möhlin nicht mehr alle in den Süden fliegen, versuchen die dagebliebenen Vögel im Frühling einen Horst zu besetzen. «Später werden sie aber oft von den Rückkehrern aus dem Süden wieder verdrängt», erklärt Kaiser.

Die Lage zwischen den zwei Storchenmännchen hat sich laut dem Vogelspezialist offenbar wieder beruhigt. «Ich konnte beobachten, wie zwei Störche im Horst kopulierten.»

Und damit es in Zukunft weniger zu Kämpfen um Horstplätze kommt, soll Rheinfelden mehr Brutplätze erhalten. Heute Nachmittag wird deshalb auf einer Föhre im Stadtpark ein neuer Horst angelegt.