Stein
Stimmvolk gibt grünes Licht für attraktiveren Bahnhof

Am Bahnhof können die Umbauarbeiten starten. Die Gemeindeversammlung sagte am Freitagabend dazu Ja. Bei einem Traktandum regte sich hingegen Widerstand von der SVP.

Hans Christof Wagner
Drucken
Teilen
Für insgesamt 4,5 Millionen Franken soll der Banhof Stein umgebaut werden.

Für insgesamt 4,5 Millionen Franken soll der Banhof Stein umgebaut werden.

Dennis Kalt

Die 89 Anwesenden im Saalbau stimmten dem vom Gemeinderat vorgelegten Verpflichtungskredit in Höhe von 190’000 Franken zu. So hoch liegt der Gemeindeanteil an den ersten Investitionen ins Bahnhofsareal, von denen das Gros SBB und Kanton übernehmen. «Stein ist für die SBB sehr wichtig», sagte Gemeinderat Werner Schneider. Gleichwohl sei die Situation beim Bahnhof weder zufriedenstellend noch attraktiv. Gelenkbusse der Postauto AG hätten dort keine Möglichkeit zu wenden. Das soll mit dem Bau von drei neuen Bushaltestellen der Vergangenheit angehören.

Die Zeit drängt, ist doch der Einsatz von Gelenkbussen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 anvisiert. Um diesen den notwendigen Raum zu verschaffen, wird der derzeitige Velo-Stellplatz weichen müssen. Schneider bezifferte die Gesamtkosten am Bahnhof Stein auf 4,5 Millionen Franken, wobei der Bau eines zweigeschossigen Parkhauses das meiste Geld verschlingt.

Zweiter Zusatzkredit für Kläranlage

Noch einmal teurer für den Abwasserverband Stein-Münchwilen-Eiken-Sisseln, um 194’000 Franken, wird die Sanierung der Kläranlage in Bad Säckingen, wohin das Abwasser aus den vier Gemeinden fliesst. Damit ist es der zweite Zusatzkredit, nachdem die Gemeindeversammlung schon einmal, im Herbst 2014, nachträglich 110’000 Franken genehmigte. «Es wurden im Zuge der Arbeiten weitere Schäden festgestellt», berichtete Vizeammann Walter Zumstein. «Wenn wir nichts unternehmen, ist in 10 bis 15 Jahren vielleicht eine ganze neue Kläranlage fällig. Mit der Sanierung aber dürften wir die kommenden 30 bis 40 Jahre Ruhe haben.»

1,15 Millionen Franken kostet die Sanierung der Kläranlage ennet der Grenze insgesamt, wovon der Abwasserverband rund die Hälfte stemmt. Zumstein kündigte an, dass dieser Satzungen ändern werde, womit die Kosten für die Gemeinden Münchwilen und Stein sinken dürften. Auch dafür gab der Souverän am Freitagabend grünes Licht.

Sämtliche Traktanden gingen einstimmig durch, mit einer Ausnahme: 12 Anwesende stimmten gegen Mehrausgaben in Höhe von 108’000 Franken, die im Zuge der Neuorganisation der Verwaltungsführung in Stein 2016 entstehen. «Wir wollen damit wieder miliztaugliche Strukturen schaffen und den Generationenwechsel im Gemeinderat einleiten», sagte Gemeindeammann Hansueli Bühler.

Höhere Personalkosten

Stefan Lüthi, Präsident der SVP-Ortspartei, widersprach: «Der Generationenwechsel sollte erfolgen, bevor es zu einer solchen Umstrukturierung kommt, die ich für unnötig und für zu gross dimensioniert halten.» Lüthis Antrag, über das Traktandum geheim abzustimmen, wurde mit 66 Stimmen abgelehnt. Bühler informierte, dass die neue Verwaltungsstruktur mit zusammen 230 Stellenprozenten mehr Anfang Jahr 2017 wirksam werden solle. 250’000 Franken höhere Personalkosten gehen damit einher.

Aktuelle Nachrichten