Mumpf

Stiftung MBF übernimmt im August die Heilpädagogischen Schulen im Fricktal

Die Heilpädagogischen Schulen in Frick (Bild) und Rheinfelden werden nun in Mumpf konzentriert.

Die Heilpädagogischen Schulen in Frick (Bild) und Rheinfelden werden nun in Mumpf konzentriert.

Die Trägerschaft der Heilpädagogischen Schulen geht auf die Stiftung MBF über. Nun steht die Integration der Schüler bevor. Auch die Sparvorgaben des Kantons sind hoch.

Die Stiftung MBF steht vor einem grossen Schritt: Im August übernimmt sie die Trägerschaft der beiden bisherigen Heilpädagogischen Schulen im Fricktal und führt sie unter dem Dach der HPS Fricktal zusammen.

Ein Jahr später werden die beiden bisherigen Standorte in Rheinfelden und Frick aufgelöst und die Schule im ehemaligen Oberstufenzentrum in Mumpf konzentriert. Dieses hat die Stiftung MBF für 9,3 Millionen Franken gekauft. Gegen den Kauf formierte sich innerhalb der vier Verbandsgemeinden, vor allem im Mumpf, Widerstand. Die Referendumsabstimmung ging aber klar aus: 85 Prozent sprachen sich für den Verkauf aus.

Mit der Integration der Schüler wird die Stiftung MBF zur Komplettbetreuerin für Menschen mit einer Beeinträchtigung im Fricktal. Seit vielen Jahren bietet die Stiftung Arbeits-, Beschäftigungs- und Wohnplätze an, auch für ältere Personen.

Doch nicht nur die Integration der HPS in die Stiftung hat die Verantwortlichen im letzten Jahr stark gefordert – auch die finanziellen Vorgaben des Kantons waren nicht ohne. «Die Sparvorgaben vom Kanton sind einschneidend», schreibt Stiftungsratspräsidentin Ursula Brun Klemm im Jahresbericht. «Wir müssen uns dieser Frage ständig stellen und praktikable Lösungen finden, immer mit dem Ziel, dass die Qualität unserer Arbeit nicht leiden soll.»

Dieses Jahr bereits «kleine Schritte»

Nicole Füllemann McMenamin und Christoph Egloff, welche die Geschäftsführung nach der krankheitsbedingten Abwesenheit von Geschäftsleiter Jean-Paul Schnegg ad interim übernommen haben, sprechen von «enormen Einsparungen», die der Kanton der Stiftung im Herbst 2019 auferlegt hat. Eine Projektgruppe sei umgehend gebildet und mit der Entwicklung von Lösungsansätzen beauftragt worden, halten die beiden im Geschäftsbericht fest. Ein Grossteil der Massnahmen werde ab 2021 zum Tragen kommen. «‹Kleine Schritte› werden bereits im 2020 eingeführt, beispielsweise mit dem Verzicht auf die Durchführung des Ostermarktes.»

Insgesamt beschäftigte die Stiftung MBF Ende letzten Jahres 222 Angestellte, die sich 156,65 Stellen teilten. Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden ist hoch: 79 Prozent geben an, sie seien mit dem Arbeitsklima zufrieden. Der Personalaufwand betrug 15,988 Millionen Franken, gut eine halbe Million mehr als im Vorjahr.

Die Stiftung betreute 2019 256 Menschen mit Behinderung, acht mehr als im Vorjahr. Insgesamt bot sie 107,5 Wohn- , 120 Arbeits- und 91,8 Beschäftigungs- und Tagesstrukturplätze.

Autor

Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

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