Wölflinswil
Steuerfuss steigt auf 125 Prozent – Ammann Köbi Brem verabschiedet

Mit grosser Mehrheit wurde der Antrag auf eine Erhöhung des Steuerfusses auf 125 Prozent bewilligt. Gemeindeammann Köbi Brem wurde an der Gmeind verabschiedet.

Peter Schütz
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Vizeammann Gebi Maier (links) verabschiedet Gemeindeammann Köbi Brem.

Vizeammann Gebi Maier (links) verabschiedet Gemeindeammann Köbi Brem.

Der Steuerfuss der Gemeinde Wölflinswil steigt per 1. Januar 2018 von derzeit 122 auf 125 Prozent. An der Wintergemeindeversammlung am Freitag stimmten 74 von 95 Anwesenden dem Budget 2018 und somit einer Erhöhung des Steuerfusses zu.

Gemeindeammann Köbi Brem verteidigte den entsprechenden Antrag des Gemeinderates so: «Uns fehlen 230 000 Franken Einnahmen.» Die Anhebung des Steuerfusses sei zwar «unschön, aber macht letztlich nicht so viel aus», sagte Brem. Ein Beispiel: Zahlt ein Bürger heute 10 000 Franken Steuern im Jahr, muss er künftig 260 Franken mehr hinblättern. Aber würde der Steuerfuss bei 119 Prozent liegen, «müssten wir ziemlich schnell Geld aufnehmen», so Brem. Und: «Für eine schwarze Null müssten wir mit dem Steuerfuss noch mehr hoch.»

Worauf ein Bürger fragte: «Hat man alle Sparmöglichkeiten geprüft?» Antwort von Köbi Brem: «Der Gemeinderat ist bei den Berechnungen konservativ vorgegangen. Wir haben immer das gemacht, was nötig war.» Grössere Projekte wie die Renovation der Turnhalle hat der Gemeinderat um fünf Jahre zurückgestellt, ebenso die Sanierung des Schwimmbades auf 2021.

Wasserleitungen werden saniert

Weitere Traktanden waren Kreditbegehren für die Sanierung zweier Wasserleitungen in Wölflinswil zu insgesamt 340 000 Franken. Beide Anträge wurden angenommen. Genehmigt wurde die revidierte Satzung des Gemeindeverbandes Bezirk Laufenburg. Drei Gegenstimmen und fünf Enthaltungen gab es beim Reglement über Gemeindebeiträge an die familienergänzende Kinderbetreuung. Dazu sagte Gemeinderätin Barbara Fricker: «Der Fokus bei der Tarifgestaltung ist auf die schwächeren Einkommen gerichtet.» Und: «Wir rechnen mit 5000 Franken pro Jahr. Eine Prognose ist jedoch schwierig.»

Diskussionen löste das Vorgehen in puncto Strasse nach Densbüren im Einzugsgebiet der Quellwasserfassung «Bärimatt» aus. Gemeindeammann Brem stellte drei Varianten vor: Sanierung oder Rückbau der bestehenden Strasse sowie Neubau einer Strasse an anderer Stelle. In jedem Fall fallen Kosten an, am meisten beim Neubau.

Für Köbi Brem war es die letzte Einwohnerversammlung als Gemeindeammann. Er tritt nach 13 Jahren im Gemeinderat, seit 2010 als Ammann, zum Jahresende zurück. «Er hat einen irrsinnig guten Job gemacht», hielt Vizeammann Gebi Maier fest. Zurücktreten werden auch Gemeinderat Viktor Reimann, Brigitte Stacher als Leiterin der Finanzen und Marc Kunz als Vizepräsident der Schulpflege. Neuer Gemeindeammann wird Barbara Fricker.

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