Möhlin
Steuereinnahmen steigen 2013 voraussichtlich auf 29 Millionen Franken

Der Voranschlag 2013 der Einwohnergemeinde weist ein Volumen von rund 40 Millionen Franken aus. Geplant sind Nettoinvestitionen von 7,5 Millionen Franken. Diese Zahlen nannte Vizeammann und Finanzchef Lukas Fässler am Mittwoch Nachmittag an einer Medienorientierung.

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Der Gemeinderat beabsichtigt, die Zeiningerstrasse zu sanieren.

Der Gemeinderat beabsichtigt, die Zeiningerstrasse zu sanieren.

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«Der Gemeinderat hält am unveränderten Steuerfuss von 115 Prozent fest.» Beim Gesamtsteuerertrag weist eine leichte Steigerung um 1,4 Millionen auf rund 29,3 Millionen Franken aus. Das Plus bei den natürlichen Personen resultiert vor allem auf dem Bevölkerungswachstum dank neuer Baugebiete in Möhlin.

Zu den finanzpolitischen Zielsetzungen hielt Fässler fest, dass die Investitionen mittel- bis langfristig aus den Überschüssen finanziert werden müssten, dass allerdings angesichts gewichtiger Investitionen in die Infrastruktur bis 2018 die Verschuldung ansteigen werde. «2013 muss jede das Budget übersteigende Ausgabe sehr kritisch hinterfragt werden», so Vizeammann Lukas Fässler. Erfreut vermerkte er, dass der neue Kindergarten Breiti 2 bei Kosten von 1,46 Millionen Franken rund 88 000 Franken günstiger gekommen sei als budgetiert.

Der Versammlung der Einwohnergemeinde am 29. November in der Mehrzweckhalle Fuchsrain liegen mehrere Kreditbegehren vor. Gemeindeammann Fredy Böni hält es für wichtig, sich an der neu zu gründenden Spitex Fricktal AG mit dem künftigen Hauptsitz in Stein am Aktienkapital mit 101 000 Franken zu beteiligen. Es gehe um eine Professionalisierung der Organisation und gleichzeitig um dezentrale Angebote vor Ort. «Die Anforderungen an die strategische und operative Führung sind bereits heute hoch und werden weiter zunehmen», so die Erkenntnis von Böni. Im Milizsystem der einzelnen Spitexvereine sei das nicht mehr zu schaffen.

Für den Teilausbau der innerorts verlaufenden K 494, also die Zeiningerstrasse, wünscht der Gemeinderat einen Kredit über 1,27 Millionen Franken. Ferner benötigt er 376 000 Franken für die Erneuerung der Wasserleitungen. Die Gemeinde muss den Löwenanteil tragen, der Kanton Aargau beteiligt sich mit rund einer Million Franken.

Für die Ausarbeitung eines Strassenreglements, um Baukosten für künftige Sanierungen auf Grundeigentümer verteilen zu können, beantragt der Gemeinderat 20 000 Franken. Um das wilde Parkieren im Dorf einzuschränken, soll ein Parkierungskonzept ausgearbeitet werden, wofür 40 000 Franken erforderlich sind. «Das gibt sicher hitzige Diskussionen», meinte der Gemeindeammann (ach)